Um die Rahmenbedingungen des LMP2-Reglements -(Le Mans Prototype 2) optimal auszuschöpfen, wurde der RS Spyder von Porsche komplett neu entwickelt. Dadurch wurde sichergestellt, dass Motor, Getriebe, Chassis, Fahrwerk und Aerodynamik ein harmonisches Gesamtpaket ergeben. Das Fahrzeugkonzept ist im Sinne einer optimalen Fahrdynamik auf einen möglichst tiefen Schwerpunkt, hohe Agilität und gute Traktion ausgelegt.
Mit 11 Siegen in den 12 Rennen, darunter 8 Gesamtsiege, und einer hervorragenden Standfestigkeit war der RS Spyder das dominierende Fahrzeug in der American Le Mans Series (ALMS) 2007.
Für die Saison 2008 wurde der RS Spyder im Detail weiterentwickelt. Der Schwerpunkt lag dabei auf Feinarbeit an der Aerodynamik und am Motor. Der für den Langstreckeneinsatz entwickelte V8-Rennmotor leistet mit dem vorgeschriebenen Luftmengenbegrenzer unverändert 478 PS aus 3,4 Litern Hubraum. Der Verbrauch wurde weiter verbessert und der Motor für den in der ALMS vorgeschriebenen E10-Kraftstoff mit 10% Bioethanol-Anteil angepasst.
Darüber hinaus mussten reglementsbedingte Veränderungen umgesetzt werden. Dadurch erhöhte sich das LMP2-Mindestgewicht um 25 kg (ALMS) bzw. 50 kg (LMS und Le Mans) und der Tankinhalt wurde - nur für die LMS und Le Mans, nicht für die ALMS - um 10 l verringert.