Den 936 Spyder entwickelte Porsche eigens für die Sportwagen-Weltmeisterschaft ab 1976. Mit dem 935 in der Gruppe 5 höchst erfolgreich, griff das Unternehmen damit nach dem Welt-Championat in der Gruppe 6, bei der allerdings keine "Silhouette"-Vorschrift galt. Typisches Merkmal des zweisitzigen Turbo-Rennwagens: Die große Lufteinlassöffnung oberhalb des Cockpits und die hohen Schwanzflossen.
Die Premiere gelang. Schon nach vier von insgesamt sieben Rennläufen hatte Porsche die Sportwagen-WM vorzeitig für sich entschieden. Der 936 Spyder gewann alle Rennen gegen die Werks-Renault-Alpine - und in Le Mans siegte erstmals ein Turbo-Porsche, der 936 von Jacky Ickx und Gijs van Lennep.
Obwohl sich Porsche 1977 ganz auf die Gruppe 5 mit dem 935 konzentrierte, erhielt der 936 Spyder, modifiziert und weiter entwickelt, in Le Mans eine neue Chance - und nutzte sie: Es war nach 1970, 1971 und 1976 bereits der vierte Porsche-Gesamtsieg.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 936 Spyder |
| Baujahr: | 1976-1977 |
| Motor: | 6-Zylinder Boxer, luftgekühlt Zweiventiler, je 1 obenliegende Nockenwelle mit Kettenantrieb |
| Hubraum: | 2.142 ccm |
| Bohrung x Hub: | 83 x 66 mm |
| Leistung: | 540 PS (397 kW) bei 8.000 1/min |
| Drehmoment: | 490 Nm bei 6.000 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 6-Stempel-Doppelreihenpumpen, KKK-Zwillingsturbolader |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Zweikreis-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 350 km/h |
| Gewicht: | 740 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
265/565 x 15 / 340/600 x 15 |
| Radstand: | 2.400 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.540 / 1.480 mm |
| Maße (L x B x H): | 4.700 x 1.920 x 1.010 mm |