Er war eine Art Musterstück für unzählige Einsätze während vier aktiver Jahre als Sportwagen-Prototyp. Er sah fast alle Rennstrecken und reiste bis nach Kalifornien, auf die Bahamas und nach Puerto Rico. Mit der Chassis-Nummer 718 047 im Jahre 1961 auf die Welt gekommen, war er von Anfang an für “höhere“ Aufgaben bestimmt: der 718 W-RS Spyder. Obwohl für den neuen Achtzylinder ausgelegt, erlebt der Spyder seine Premiere bei der Targa Florio 1961 mit dem bewährten Viernockenwellen-Vierzylinder. Erst 1962 löste ihn dann der Achtzylinder aus dem Porsche Formel 1-Rennwagen ab. Mitte 1962 ging der W-RS Spyder erstmals bei Bergrennen an den Start, doch erst in der 63er-Bergsaison machte der W-RS unter Edgar Barth alles klar. Modifiziert und nun mit 240 PS gestärkt, brachte er Porsche und Barth die europäische Bergmeisterschaft, die er 1964 erfolgreich verteidigte. Der vielfach eingesetzte W-RS wurde wegen seines für Rennsportwagen ungewöhnlich langen Lebens liebevoll “Großmutter“ genannt.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 718 W-RS Spyder |
| Baujahr: | 1961-1964 |
| Motor: | 8-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1981,5 ccm |
| Bohrung x Hub: | 76 x 54,6 mm |
| Leistung: | 240 PS (176 kW) bei 8.700 1/min |
| Drehmoment: | 205 Nm bei 6.700 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 4 x Doppelfallstromvergaser |
| Kraftübertragung: | 6 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang ZF-Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Porsche-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 260 km/h |
| Gewicht: | 684 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50-15 R / 6.50-15 R |
| Radstand: | 2.335 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.300 / 1.280 mm |
| Maße (L x B x H): | 4.020 x 1.550 x 930 mm |