Der Typ 718 in seiner RS 60-Form war so ausgereift, dass er ein hervorragendes Wettbewerbsinstrument für den Privatfahrer darstellte - zumal er wesentlich einfacher zu fahren und zu unterhalten war als ein RSK: In der 1,6-Liter-Sportwagenklasse, die vor allem für Privatiers interessant war, stellte er den Maßstab dar, den es zu schlagen galt. Porsche setzte daher die Produktion und den Verkauf des RS 60 auch 1961 fort. Der neue Spyder hatte allerdings eine vollständig neue Hinterachse mit je zwei Dreieckslenkern, von denen der untere mit einem Längslenker kombiniert war
Für Le Mans 1960 entwickelte man eine neue Karosserie, die aussah wie ein flaches, lang gezogenes Coupe, bei dem man bei dem Fahrer- und Beifahrersitz das Dach vergessen hatte. Für Le Mans 1961 war von dem vorher bis zum Heckluftgitter verlaufenden Aufsatz nur noch ein knapp halb so großer Bügel übrig geblieben. Der offene RS 61 hatte einen auf 2.300 mm vergrößerten Radstand, wodurch sich das Heck um rund 10 cm verlängerte.
Von Anbeginn an war dieser Wagen auch für den 2-Liter-Achtzylinder aus dem Porsche Formel 1-Rennwagen vorgesehen, doch dieser sollte erst 1962 den seit mehr als sieben Jahren mit großem Erfolg eingesetzten Viernockenwellen-Vierzylinder ablösen.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 718 RS 61 Spyder |
| Baujahr: | 1961 |
| Motor: | 4-Zyl. Boxer, luftgekühlt |
| Hubraum: | 1.587 ccm |
| Bohrung x Hub: | 87,5 x 66 mm |
| Leistung: | 160 PS (118 kW) bei 7.800 1/min |
| Drehmoment: | 147 Nm bei 7.000 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 x Doppelfallstrom-Vergaser, Weber 46 IDM 1 |
| Bremsanlage: | hydraulisch Zweikreis-Trommelbremsen |
| Gewicht: | 548 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50 – 15R / 5.90 – 15R, 6.00 – 15R |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.290 / 1.250 mm |
| Maße (L x B x H): | 4.020 x 1.510 x 980 mm |