Den Höhepunkt der sportlichen 356-Serie markierte Porsche mit dem Carrera GTL Abarth 1960, einem leichten GT Wagen, der bei Abarth in Turin montiert wurde. Der Porsche 356 B Carrera GTL Abarth erhielt eine von Franco Scaglione und Zagato gezeichnete, strömungsgünstige Aluminium-Karosserie, größere Fensterflächen und wog rund 140 kg weniger als der Serien-356. Typisch für ihn sind dabei neben der sehr flachen Gesamterscheinung die vielen quer liegenden Kühlrippen auf der Heckpartie, die für eine gute Ventilation des Motorraums sorgten.
Als die CSI (Commission Sportive Internationale) beschloss, ab 1961 die Markenweltmeisterschaft nicht mehr für Prototypen, sondern für GT-Fahrzeuge (Vorraussetzung für deren Renneinsatz war eine Mindeststückzahl von 100 gebauten Fahrzeugen mit identischer Bodengruppe und gleichem Motor) auszuschreiben, sah sich Porsche mit dem Carrera Abarth in einer äußerst günstigen Ausgangsposition.
Die silbern lackierten Wagen erwiesen sich unter Fahrern wie Hans Herrmann, Herbert Linge, Edgar Barth oder Paul-Ernst Strähle als so überlegen, dass sie von 1961 und 1963 unangefochten den Weltmeistertitel für GT-Wagen bis 2.000 ccm nach Stuttgart holten.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 356 B 1600 Carrera GTL Abarth Coupé |
| Baujahr: | 1960 |
| Motor: | 4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.587 ccm |
| Bohrung x Hub: | 87,5 x 66 mm |
| Leistung: | 135 PS (99 kW) bei 7.400 1/min |
| Drehmoment: | 146 Nm bei 5.800 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 x Doppelfallstromvergaser |
| Kraftübertragung: | 4 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang |
| Bremsanlage: | hydraulische Zweikreis-Trommelbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 235 km/h |
| Gewicht: | 778 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
165-15R bzw. 5.90-15 Super |
| Radstand: | 2.100 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.360 / 1.272 mm |
| Maße (L x B x H): | 3.980 x 1.550 x 1.200 mm |