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Porsche - WLTP-Testverfahren

WLTP-Testverfahren

WLTP-Testverfahren

Das weltweit einheitliche Testverfahren für leichtgewichtige Nutzfahrzeuge (WLTP) ersetzt den sogenannten Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), der bis zum 1. September 2018 verwendet wurde. Sowohl das alte als auch das neue Testverfahren ist dafür konzipiert, Fahrzeugemissionen und Kraftstoffverbrauch zu messen. Der WLTP-Testzyklus basiert dabei auf Echtzeitdaten, die weltweit im Straßenverkehr erfasst werden, und vermittelt so ein realistisches Bild der tatsächlichen Fahrdaten. Alle für den EU-Markt hergestellten Fahrzeuge verfügen über eine Konformitätsbescheinigung, auf der unter anderem die CO2-Emissionswerte aus den Labortests aufgeführt sind. Auf Grundlage dieses Dokuments kann das Fahrzeug überall in Europa zugelassen werden.

Technische Fragen

1. Wofür steht WLTP?

WLTP nennt sich das seit September 2017 in der EU für neue Fahrzeugtypen anzuwendende Prüfverfahren für Abgas- und Verbrauchswerte und steht für „Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“. Das Testverfahren gilt für neue Typgenehmigungen der Klassen M und N1 in der Europäischen Union seit 01.09.2017 und für alle neuen Fahrzeuge ab 01.09.2018.

2. Wofür steht NEFZ?

NEFZ steht für „Neuer Europäischer Fahrzyklus“ und ist der bisherige, in der EU und einigen RdW-Ländern (Rest der Welt), geltende Prüfzyklus zur Ermittlung von Abgas- und Verbrauchswerten.

3. Was ändert sich an den Messmethoden?

Während der alte Test die Testwerte anhand eines synthetischen Fahrprofils, des so genannten Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), ermittelt, beruht der WLTP-Zyklus (WLTP) auf weltweit erfassten Echtzeitdaten aus dem Straßenbetrieb. Daher ermöglicht er eine bessere Abbildung alltäglicher Fahrprofile.

Der NEFZ besteht aus zwei Fahrprofil-Phasen: innerstädtisch und außerstädtisch. Daraus ergeben sich der kombinierte CO2- und Verbrauchswert sowie die kombinierten Schadstoffemissionen. Der WLTP-Fahrzyklus wird in vier Teile mit verschiedenen Durchschnittsgeschwindigkeiten aufgeteilt: low (niedrig), medium (mittel), high (hoch) und extra high (besonders hoch). Jeder Teil besteht aus einer Vielzahl an Fahr-, Stand-, Beschleunigungs- und Bremsphasen.

Neben dem Fahrprofil wurde mit dem WLTP auch die Messprozedur an die aktuelle Fahrzeugtechnik angepasst. Vorgaben, z. B. bei welcher Temperatur ein Fahrzeug vermessen werden soll oder wie hoch der Reifenluftdruck einzustellen ist, werden stärker eingegrenzt.

Der neue Testzyklus und die neue Testprozedur zeichnen sich durch Folgendes aus:
ein realistischerer Fahrzyklus
größere Bandbreite an Fahrgeschwindigkeiten/Fahrgeschwindigkeitstypen (Innenstadt, Überland, Autobahn), wodurch die Kunden konkrete Kraftstoffverbrauchsdaten für jeden Geschwindigkeitstyp innerhalb der WLTP-Prüfung erhalten
längere Teststrecke
realistischere Umgebungstemperaturen, die näher am europäischen Durchschnitt liegen (zusätzlich zum 23 °C Test wird ein 14 °C Test eingeführt, der die Durchschnittstemperatur der EU widerspiegelt)
höhere Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeiten
dynamischere und repräsentativere Beschleunigungs- und Bremsvorgänge
im Verhältnis zur Zykluslänge kürzere Standdauer
Berücksichtigung von Sonderausstattung: Angabe von CO2-Werten und Kraftstoffverbräuchen für jedes individuell konfigurierte Fahrzeug unter Berücksichtigung von Zusatzausstattung (Spoiler, Schiebedach, Anhängerkupplung, …)
Einengung der Messtoleranzen
Zu einer verpflichtenden Angabe der Worst Case (Vehicle High) Werte, gibt es die Möglichkeit einen Best Case (Vehicle Low) zu ermitteln und die fahrzeugindividuellen, ausstattungsabhängigen Werte zu interpolieren.

4. Welche Vorteile bietet WLTP?

Aufgrund all dieser Veränderungen bietet der WLTP eine realistischere Basis für die Ermittlung der Verbrauchs- und Emissionsdaten von Fahrzeugen. Die WLTP-Prüfung wurde mit dem Ziel entwickelt, durch Einsatz als globaler Testzyklus die Ermittlung von Schadstoffen und CO2-Emissionen sowie Kraftstoffverbrauchsdaten zu vereinheitlichen. Im „Kern“ ist der WLTP-Test weltweit gleich, doch werden die Europäische Union und andere Regionen ihn an ihre jeweiligen Straßenverkehrsbestimmungen und Bedürfnisse anpassen. Auch gibt es weiterhin zahlreiche Länder, die den WLTP nicht einführen werden, wie z. B. die USA.

5. Wird der WLTP der Diskrepanz zwischen den im Labor gemessenen und im Straßenbetrieb erzielten Werten ein Ende setzen? / Was ist der Unterschied zwischen WLTP & NEFZ? / Was ändert sich an den Messmethoden?

Der WLTP wird die bestehenden Straßenbedingungen voraussichtlich realitätsnäher abbilden als der NEFZ, jedoch nicht alle möglichen Variationen abdecken. Außerdem wird jeder einzelne Fahrer weiterhin einen ganz eigenen Fahrstil haben: Während der eine schneller beschleunigt, schneller in die Kurve fährt oder abrupter bremst, fährt der andere auf eher defensive Weise. Im realen Betrieb kommen des Weiteren die Wetterlage (z. B. Gegen- oder Rückenwind, unterschiedliche Außentemperaturen), Nutzung (z. B. volle Beladung, Anhängerbetrieb), Nebenverbraucher (z. B. Radio, Klimaanlage, usw.), Höhenlage, Steigungen und Streckenprofile (nur Kurzstrecken, nur Autobahn, usw.) hinzu, die ganz wesentlich den Verbrauch beeinflussen.

Angesichts der auch in Zukunft bestehenden Unterschiede in Bezug auf Fahrverhalten, Verkehrssituation und Wetterlage in den einzelnen Ländern werden auch die Abweichungen zwischen den unter Laborbedingungen und real gemessenen Emissionen und Verbrauchswerten bestehen bleiben. Da es jedoch nicht den einen „wahren“ Emissions- und Verbrauchswert aus der Praxis gibt, ist es nur mit Messwerten aus standardisierten Labortests möglich, die Emissionen und den Kraftstoffverbrauch unterschiedlicher Modelle von verschiedenen Automobilherstellern direkt zu vergleichen.

6. Welche Werte (WLTP) werden auf dem Rollenprüfstand gemessen?

Bei Laborprüfungen im Rahmen der europäischen Typgenehmigung für Personenkraftwagen werden die CO2-Emissionen, die direkt mit dem Kraftstoffverbrauch zusammenhängen, der Schadstoffausstoß und die Energieverbrauchswerte alternativer Antriebe, einschließlich der Fahrzeuge mit Elektroantrieb gemessen.

7. Was ist eine Typgenehmigung?

Laborprüfungen spielen eine entscheidende Rolle in dem Verfahren zur Einführung eines Kraftfahrzeuges auf den EU-Markt. Bevor Fahrzeuge auf den Markt gebracht werden können, werden sie von einem technischen Dienst im Einklang mit EU-Recht bestimmten Tests unterzogen. Wenn alle zulassungsrelevanten Anforderungen erfüllt sind, stellt eine nationale Behörde dem Hersteller einen EU-Typgenehmigungsbogen aus, mit dem der Verkauf des Kraftfahrzeugtyps in der EU genehmigt wird. Jedem für den EU-Markt produzierten Fahrzeug liegt eine Konformitätsbescheinigung (sog. CoC-Papier [„Certificate of Conformity“]) bei, die neben anderen Angaben die CO2-Emissionswerte aus dem Labortest enthält. Auf Basis dieses Dokumentes ist eine Zulassung des Wagens überall in Europa möglich.

8. Wie erkennt der Autofahrer, welche CO2-Emissionen sein Fahrzeug hat?

Damit Autofahrer eine fundierte Kaufentscheidung auf Grundlage des Kraftstoffverbrauchs treffen können, stellen Autohändler und -hersteller dem Verbraucher sachdienliche Informationen bereit, einschließlich einer Kennzeichnung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs eines PKW, die an allen oder in der Nähe aller Neuwagen in den Verkaufsräumen angebracht sind. Die Gestaltung dieser Labels wird auf nationaler Ebene festgelegt (und unterscheidet sich demnach von Land zu Land), jedoch enthalten alle die CO2-Werte aus den einheitlichen Laborprüfungen, die der Konformitätsbescheinigung (CoC-Papier) zu entnehmen sind.

9. Wie hängen CO2-Emissionen und Besteuerung zusammen?

In den meisten EU-Mitgliedstaaten ist die Höhe der Zulassungssteuer (einmalig) und/oder die Kfz-Steuer (jährlich) von den CO2-Emissionen des Fahrzeuges abhängig. Diese Besteuerung beruht auf den CO2-Werten aus der Laborprüfung, die in die Konformitätsbescheinigung (CoC-Papier) übernommen werden.

Kundenfragen

1. Nach dem WLTP-Verfahren werden die CO2-Testergebnisse höher sein. Heißt das, dass mein Kraftstoffverbrauch gestiegen ist?

In der Praxis wird sich der reale Kraftstoffverbrauch bei ansonsten unveränderter Technik nicht verändern. Der WLTP-Test wird für ein- und dasselbe Fahrzeug in den meisten Fällen einen höheren CO2- und Verbrauchswert als der NEFZ-Test ergeben, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sich die Fahrprofile und Messrandbedingungen (Höchstgeschwindigkeit, Dynamik, etc.) beider Prüfzyklen unterscheiden. Das heißt, dass der WLTP die heutigen Gegebenheiten im Straßenverkehr besser repräsentiert als der NEFZ. Daher entspricht der CO2-Wert nach WLTP aufgrund der veränderten Messweise mehr den Kundenerwartungen.

2. Wird der WLTP-Test sich auf die Höhe meiner Kraftfahrzeugsteuer auswirken?

In den meisten EU-Mitgliedstaaten ist die Höhe der Zulassungssteuer (einmalig) und/oder die Kfz-Steuer (jährlich) von den CO2-Emissionen des Fahrzeuges abhängig. Das neue Prüfverfahren wird in der Besteuerung voraussichtlich ab 01.09.2018 berücksichtigt werden. Die Anpassung der CO2-Besteuerung ist in der Hoheit der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten und wird somit im jeweiligen nationalen Recht geregelt.

3. Wie kommt es, dass ein PKW plötzlich zwei verschiedene CO2-Werte hat?

Vor dem Start der Übergangsphase von NEFZ zu WLTP, die ab 01.09.2017 begann, haben zugelassene Fahrzeuge grundsätzlich weiterhin CO2-Werte, die nur nach dem NEFZ-Test gemessen wurden.

Wenn ein Neuwagen nach dem 01.09.2017 typisiert wird, enthält die offizielle Konformitätsbescheinigung des Fahrzeuges sowohl CO2-Emissionswerte gemäß dem neuen Labortest (WLTP) als auch NEFZ-Werte, die mit dem Korrelationstool simuliert oder mit dem aktualisierten NEFZ-Test tatsächlich gemessen wurden.

Demzufolge könnten Sie seit dem 01.09.2017, nachdem der Wechsel von der alten NEFZ-Prüfung auf WLTP vollzogen wurde, CO2-Werte nach WLTP und NEFZ im CoC-Papier eines Fahrzeuges vorfinden. Ab 01.09.2018 müssen dann für alle Neuwagen sowohl NEFZ- als auch WLTP-CO2-Werte ausgewiesen werden. Ab 2021 werden dann voraussichtlich nur noch WLTP-Werte im CoC ausgewiesen.

Die Ausweisung der WLTP-Werte vor Kunde ist noch nicht terminiert und wird länderindividuell ausgeplant.

4. Ab wann treten die Änderungen in Kraft?

Seit dem 27.07.2017 hat das WLTP-Gesetzespaket volle Gültigkeit. Das bedeutet, dass ab 01.09.2017 neue Fahrzeugtypen gemäß WLTP typisiert werden. Ab 01.09.2018 werden dann alle neuen Fahrzeuge (Neuzulassungen) nach WLTP typisiert. Es gibt gesetzliche Regelungen für auslaufende Serien, die es ermöglichen, eine begrenzte Anzahl Fahrzeuge vorzuhalten, die nach dem alten Verfahren genehmigt wurden, und diese bis 31.08.2019 zu verkaufen.

5. Wo sind bei Porsche WLTP-Werte zu finden?

Aktuell sind unabhängig vom angewendeten Typisierungsverfahren noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte in der Übergangszeit von den WLTP-Werten abgeleitet und angegeben. Zusätzlich zu den NEFZ-Werten werden bei Porsche in der Übergangszeit die WLTP-Werte für „Kraftstoffverbrauch kombiniert“ und „CO₂- Emission kombiniert“ freiwillig angegeben. Diese sind im Car Configurator unter „Technische Daten“ einsehbar.

6. Seit Herbst 2017 gilt Euro 6d-Temp. Erfüllt mein Fahrzeug diese Emissionsstufe?

Die Norm Euro 6d-Temp gilt seit 01.09.2017 für neu typisierte Fahrzeuge. Das heißt alle ab diesem Zeitpunkt dem Gesetzgeber zur Typisierung neu vorgestellten Modelle, mit einer neuen Motor-Getriebe-Variante, müssen dieser Emissionsstufe entsprechen. Die Genehmigung eines Fahrzeuges, welches zum Zeitpunkt seiner Erstzulassung bei der Zulassungsstelle die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, hat nach aktueller Gesetzeslage auch beim Inkrafttreten neuer Emissionsstufen weiterhin Bestand.

7. Warum fertigt Porsche nicht bereits heute Fahrzeuge, welche die schon bekannten neuen Normen (z. B. Euro 6c) erfüllen?

Im Rahmen der Modellzyklen stellen wir sicher, dass jedes unserer Fahrzeuge über den gesamten Zeitraum des Verkaufes und der Auslieferung die vom Gesetzgeber geforderten Normen und Auflagen erfüllt. Dabei kann leider nicht sichergestellt werden, dass über diese gesamte Phase bereits zukünftige Normen berücksichtigt werden.

8. Ich möchte von Porsche die Bestätigung, dass mir keine Nachteile entstehen, wenn mein Fahrzeug die neuen Normen nicht einhält. / Muss ich meinen alten Porsche nachprüfen lassen?

Leider ist es uns mit Blick auf die laufenden Änderungen der gesetzlichen bzw. regionalen Rahmenbedingungen nicht möglich, derartige Erklärungen abzugeben.

9. Für welche Fahrzeuge gilt das Einfahrverbot bei Feinstaubalarm in Stuttgart?

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat am 27.02.18 die Revisionen der Länder Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gegen Gerichtsentscheidungen der Verwaltungsgerichte Düsseldorf und Stuttgart zurückgewiesen und damit der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) überwiegend stattgegeben. Damit dürfen Kommunen zukünftig individuelle Fahrverbote verhängen, ohne dass es dafür einen vom Bund einheitlichen gesetzlichen Rahmen geben muss. Wir akzeptieren selbstverständlich das Urteil der Richter, bedauern jedoch die daraus entstehende Verunsicherung für unsere Kunden. Gemäß des Urteiles dürfen Kommunen nach eigener Entscheidung Einfahrverbote für bestimmte Fahrzeuge festlegen. Nach welchen Kriterien dies geschieht, ist allerdings noch offen und wird voraussichtlich regional unterschiedlich sein. Für weitergehende und konkrete Aussagen gilt es nun, die jetzt erforderliche Ausgestaltung in den Kommunen abzuwarten. Wir können daher im Einzelnen zu eventuell betroffenen Modellen oder Städten keine Aussagen treffen, da die bestimmenden Regelungen noch nicht vorliegen.

10. Kann ich mein Fahrzeug von Euro 5 auf Euro 6 nachrüsten?

Nach aktuellem Stand ist es nicht möglich, einen Porsche unter Einhaltung unserer Qualitäts- und Sicherheitsvorgaben auf eine neuere Norm umzurüsten.

11. Porsche muss sich doch dafür einsetzen, dass ich mein Euro 5 Fahrzeug weiterhin uneingeschränkt nutzen darf.

Auch Porsche verfolgt die politische und mediale Diskussion um die Kennzeichnung von schadstoffarmen Fahrzeugen sehr aufmerksam – inklusive aller potenziellen Auswirkungen auf den heutigen Fahrzeug-Bestand. Grundsätzlich begrüßen und unterstützen wir Überlegungen, die dem Wohle und Schutz der Bürger dienen. Entsprechend erfüllen alle aktuellen Modelle die Euro 6 Normen und damit die jüngsten Anforderungen.

Darüber hinaus unterstützt Porsche die umfassenden Maßnahmen des Volkswagen Konzerns, die im Rahmen des „Nationalen Forums Diesel“ für eine weitere Verbesserung der Luftqualität in Städten beschlossen wurden.

12. Bekomme ich von Porsche die blaue Plakette? Hinweis: Blaue Plakette existiert nicht.

Porsche verfolgt die politische und mediale Diskussion um die Kennzeichnung von schadstoffarmen Fahrzeugen sehr aufmerksam – inklusive aller potenziellen Auswirkungen auf den heutigen Fahrzeug-Bestand. Grundsätzlich begrüßen und unterstützen wir Überlegungen, die dem Wohle und Schutz der Bürger dienen. Entsprechend erfüllen alle aktuellen Modelle die Euro 6 Normen und entsprechen damit den jüngsten Anforderungen.

Zugleich bitten wir um Verständnis, dass es außerhalb unserer Macht steht, Lösungen für Fragen anzubieten, die nach wie vor diskutiert werden und die bis dato noch nicht eindeutig definiert sind. Wir hoffen, unser Hinweis auf die eingehende Beschäftigung mit dem Thema lässt jedoch erkennen, dass sich Porsche permanent mit möglichen Optimierungen des Emissionsverhaltens unserer Fahrzeuge sowie der zugehörigen Gesetzgebung beschäftigt.

13. Warum benötigt mein Fahrzeug ein OPF?

Der Partikelfilter wird bisher nur in Dieselmotoren eingesetzt. Gleichzeitig gewinnt die Technik der Direkteinspritzung beim Ottomotor zunehmend an Bedeutung. Dies erhöht den Partikelausstoß im Vergleich zur Saugrohreinspritzung, da der Kraftstoff direkt in den Brennraum injiziert wird und einzelne Tröpfchen, die sich vereinzelt an der Zylinderwand, den Kolben oder den Ventilen absetzen können, nur unvollständig verbrennen und somit kleinste Rußpartikel verbleiben. Zusätzlich erhöhen sich mit dem WLTP und RDE die regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Erfüllung des Partikelanzahlgrenzwertes. Um diese gestiegenen Anforderungen erfüllen zu können, wird der Partikelfilter nun auch bei Ottomotoren mit Direkteinspritzung genutzt.

14. Ab wann kann ich Porsche Fahrzeuge erwerben, die der Norm Euro 6c entsprechen?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Zulassungen für alle neuen Fahrzeuge ab dem 01.09.2018 nur noch mit mindestens Euro 6c möglich sind.

15. Was ist ein Otto-Partikelfilter (OPF)?

Ein Otto-Partikelfilter ist ein Partikelfilter für Benzinmotoren. Damit werden die Emissionen von feinen Rußpartikeln reduziert.

16. Warum benötigt mein Fahrzeug einen PF?

Bislang ist der Partikelfilter nur bei Dieselmotoren bekannt, allerdings erhöht die beim Ottomotor immer häufiger zum Einsatz kommende Technik der Direkteinspritzung im Vergleich zur Saugrohreinspritzung den Partikelausstoß. Weil der Kraftstoff direkt in den Brennraum injiziert wird, können sich einzelne Tröpfchen an Zylinderwand, Kolben oder Ventilen niederschlagen, wo sie dann teilweise nur unvollständig verbrennen und als kleinste Rußpartikel verbleiben. [1]

[1] t-online.de Bericht: VW bringt Partikelfilter für Benzinmotoren 03.08.2016, 16:42 Uhr | Hanne Schweitzer, SP-X

17. Welche Auswirkungen hat der OPF auf die Haltbarkeit des Fahrzeuges insbesondere des Motors? / Wie wartungsanfällig ist der OPF?

Wie auch hinsichtlich des bei den Dieselfahrzeugen bereits eingesetzten Partikelfilters erwarten wir keine Einschränkungen in der Haltbarkeit der Benzinfahrzeuge mit einem Partikelfilter.

Es ist keine Wartung erforderlich oder vorgesehen. Eine Auswirkung auf die Haltbarkeit des Motors ist nicht gegeben, da die thermodynamischen und mechanischen Grenzen des Aggregats weiterhin eingehalten werden. Die Regeneration des Filters findet in der Regel passiv statt, so dass der Fahrer hiervon keine Kenntnis nehmen wird. Lediglich bei längerem Betrieb des Fahrzeuges bei sehr geringen Motorlasten in Verbindung mit Kurzstrecke und vielen Kaltstarts, werden die Betriebsparameter des Motors so angepasst, dass weiterhin eine passive Regeneration stattfinden kann (z. B. Anhebung der Schaltdrehzahlen).

18. Hat mein Fahrzeug einen Partikelfilter?

Unsere Fahrzeuge mit Benzinmotoren haben zum aktuellen Zeitpunkt keinen Partikelfilter. Unsere Fahrzeuge mit Dieselmotoren ab EU 4plus besitzen alle einen Dieselpartikelfilter.

19. Hat WLTP Auswirkungen auf den Fahrzeugpreis?

Darauf gibt es bislang keine Antworten.

20. Warum gibt Porsche den Verbrauch nicht heute schon nach WLTP an? / Warum hat Porsche den Verbrauch nicht schon früher parallel ausgewiesen?

Wir veröffentlichen nur behördlich genehmigte CO2- und Verbrauchsangaben. Da wir zum aktuellen Zeitpunkt noch kein WLTP-homologiertes Modell im Markt haben, können wir noch keine Werte angeben. Da die Gesetze zur Kundenkommunikation zum Zeitpunkt des WLTP-Starts (01.09.2017) noch nicht angepasst wurden, bleibt der NEFZ zunächst verbindlich.

21. Muss ich meinen alten Porsche nachprüfen lassen?

Nein. Es gelten die zum Zeitpunkt der Zulassung geltenden Bestimmungen.

22. Was hat die Umstellung/Homologation nach WLTP mit dem OPF zu tun?

Grundsätzlich nichts. Der Ottopartikelfilter dient der Einhaltung der RDE-Grenzwerte (Real Driving Emissions).

23. Worin unterscheiden sich NEFZ 1.0 und NEFZ 2.0?

NEFZ 1.0 Werte sind die Werte, die im bisherigen Testverfahren NEFZ, ermittelt wurden. Bei NEFZ 2.0 werden die Fahrzeuge dagegen bereits nach WLTP typisiert; bei den insoweit angegebenen NEFZ-Werten handelt es sich um von WLTP abgeleitete (korrelierte) Werte. Diese Werte werden in der Übergangsphase bis 2021 für die CO2-Flottenberechnung verwendet.

24. Was ist der Realverbrauch meines Fahrzeuges (nicht NEFZ oder WLTP)?

Der Realverbrauch ist individuell von unterschiedlichsten Gegebenheiten abhängig (u. a. Außentemperatur, Verkehrssituation, Fahrweise, Luftdruck, Höhenlage, Steigungen, Streckenprofil, Nutzungsart, Gegen- oder Rückenwind, etc.). Der WLTP wird aber voraussichtlich realistischere CO2-Emissions- und Verbrauchswerte liefern.

Information für Prüfgesellschaften und freie Werkstätten

Die Zusatzdokumente zur Prüfungstransparenz gemäß Verordnung (EU) 2017/1151 i.d.F. 2018/1832 Anhang II Teil B Absatz 5.9 der Europäischen Union, werden durch die "Technische Service Informationen" Online-Anwendung bereitgestellt. Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an piwisadmin@porsche.de.