Porsche - Rundkurs um die Welt.

Rundkurs um die Welt.

FIA World Endurance Championship 2017

2016. Ein überwältigendes Motorsportjahr für Porsche. Gemeinsam fuhren wir den 18. Gesamtsieg in Le Mans ein und gewannen die FIA WEC Fahrer- und Markenweltmeisterschaft. Als Titelverteidiger starten wir mit hoch gesteckten Zielen in die neue Saison 2017. Pünktlich zum Auftaktrennen in Silverstone stellen unsere Werksfahrer Ihnen die 9 legendären FIA WEC Rennstrecken rund um den Globus vor – und geben einen Einblick in ihre charakteristischen Besonderheiten.

Silverstone Circuit

Die erste Station der FIA WEC 2017. Und eine der schnellsten Strecken der Rennsaison. Mit ihrer Mischung aus weiten, langgezogenen Kurven sowie vielen mittellangen Geraden erfordert sie eine äußerst genaue Fahrzeugabstimmung. Die richtige Balance zwischen starkem Abtrieb und möglichst geringem Luftwiderstand ist hier entscheidend. Hinzu kommt das englische Wetter: Nicht selten überrascht es mit Regen und starken Böen, was gerade in schnellen Passagen das Handling der Fahrzeuge beeinträchtigen kann.

Spa-Francorchamps

Eine traditionsreiche Rennstrecke, gelegen nahe der belgischen Grenze zu Deutschland. Hier findet das letzte Rennen vor den 24 Stunden von Le Mans statt. Durch ihre langgezogenen Kurvenabschnitte, die oft auf schnelle Geraden mit Anstiegen oder Senken folgen, trägt sie zu Recht den Spitznamen „Achterbahn“. Vor allem zwei Kurven prägen diesen Begriff: Eau Rouge – eine Senke, die mit rund 300km/h angefahren wird und die Piloten stark in den Sitz presst. Und Blanchimont – eine 300 km/h schnelle Linkskurve, die den Fahrern Aufgrund mangelnder Auslaufzonen alles an Konzentration abverlangt.

Circuit de la Sarthe

Der legendäre Rundkurs der 24 Stunden von Le Mans. Dem Rennen bei dem wir 2016 unseren 18. Gesamtsieg einfuhren. Kein Langstreckenrennen bietet mehr Tradition und Geschichte. Keins verlangt unseren Teams und Fahrzeugen so viel ab. Die Beschaffenheit der Strecke trägt wesentlich dazu bei: der Kurs besteht zu großen Teilen aus öffentlichen Landstraßen, die nahtlos in die Rennstrecke übergehen. Dieser Abschnitt beherbergt auch die berühmte Mulsanne-Gerade. Eine nahezu 5 Kilometer lange Gerade mit 2 Schikanen, auf der unsere Prototypen bis zu 340km/h erreichen. Eine Besonderheit: Durch die ganzjährige Befahrung der Straße entstehen tiefe Spurrillen im Asphalt. Bei Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h ist gerade bei Nacht äußerste Konzentration gefordert. Mit 13,629 Kilometer pro Runde ist der „Circuit de la Sarthe“ die längste Strecke im Rennkalender der FIA WEC.

Nürburgring

Angebunden an die sagenumwobene Nordschleife, wird in der FIA WEC der 5,148 Kilometer lange Rundkurs befahren. Bis auf die Start- und Zielgerade ist das Überholen auf diesem Kurs schwierig. Das macht das Qualifying und die Boxenstoppstrategie umso entscheidender. Eine weitere Eigenheit der Strecke und ihrer Lage: das wechselhafte Eifelwetter. Fahrer und Teams müssen hier auf alles gefasst sein. Was wie ein sonniger Sommertag beginnt, kann jederzeit mit Nebel und Regen enden.

Autódromo Hermanos Rodríguez

Ein 4,850 Kilometer langer Rundkurs mitten in Mexiko-Stadt. Benannt nach dem einst berühmtesten Rennfahrer des Landes, ist die Strecke ein absoluter Traditionskurs. Für ihre Neueröffnung 2015 erhielt sie einen umfassenden Umbau. Auch wenn am alten Streckenlayout grundsätzlich festgehalten wurde, erhielt sie viele sicherheitsrelevante Änderungen. Eine Besonderheit, die Fahrer und Technik gleichermaßen fordert: Durch ihre Höhenlage auf 2,285 Meter ist die Luft verhältnismäßig dünn.

Cicuit of the Americas

Eine Rennstrecke in Austin, Texas, die unter Leitung des deutschen Architekten Hermann Tilke entstand. Der 5,5 Kilometer lange Rundkurs ist von traditionellen, europäischen Rennstrecken inspiriert und enthält Streckenelemente wie „Becketts“ aus Silverstone und „Motodrom“ aus dem Hockenheim Ring. Charakteristisch sind die großen Höhenunterschiede, die auch für viele andere US-Rundkurse typisch sind. Der Circuit of the Americas ist eine der wenigen Rennstrecken, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird. Sie umfasst mehr Links- als Rechtskurven.

Fuji International Speedway

Rund 100 Kilometer südwestlich von Tokio liegt diese japanische Rennstrecke. Zunächst nach US-Amerikanischem Vorbild als Speedway konzipiert, wurde sie 1965 als Rundkurs eröffnet. Ihr aktuelles Layout erhielt sie 2005 nach einer umfassenden Überarbeitung. Der Kurs besticht vor allem durch seine 1,5 Kilometer lange Gerade, auf der die Prototypen extrem hohe Geschwindigkeiten erreichen. Die Abstimmung erfordert jedoch Genauigkeit: Für die lange Gerade ist wenig Luftwiderstand gefragt, für die vielen schnellen Kurven möglichst viel Abtrieb. Den Rundenrekord hält bis heute Stefan Bellof, den er 1983 mit seinem Porsche 956 einfuhr.

Shanghai International Circuit

Ein chinesischer Rundkurs, der erst 2004 eröffnet wurde. Der Streckenverlauf ist an die Form des chinesischen Schriftzeichens „Schang“ angelehnt, das übersetzt „hoch oben“ bedeutet. Der Streckenlayout ist unkonventionell und anspruchsvoll zugleich. Bezeichnend hierfür ist die erste Kurve nach Start und Ziel, die einen fast vollständigen 360-Grad-Kreis bildet. Dieser wird im Verlauf immer enger und muss mit stetig abnehmender Geschwindigkeit befahren werden. Für die „Schneckenkurve“ gilt daher: die richtige Linienwahl ist ebenso schwierig wie entscheidend.

Bahrain International Circuit

Das letzte Rennen der Saison. Die WEC fuhr hier erstmalig 2012. Zunächst noch auf dem 6,299 Kilometer langen Layout der Strecke. Seit 2013 wird wie in der Formel 1 die 5,412 Kilometer lange Version befahren. Der Rundkurs liegt weitgehend ungeschützt in der Sakhir-Wüste, weswegen der heiße Wind oft Staub und Sand auf die Fahrbahn trägt. Während die Strecke hierdurch eher rutschig ist, führt der Sand auf der Ideallinie zu einer Verbesserung des Grip-Levels. Dies macht das Überholen besonders anspruchsvoll. Da in Bahrain auch ganze Sandstürme keine Seltenheit sind, sind spezielle Luftfilter nötig, um Beschädigungen an den Motoren vorzubeugen.

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