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Porsche - Hört auf Amy!

Hört auf Amy!

Unternehmertum: Die Macherin zeigt, wie's geht.

Amy Wilkinson
Die US-amerikanische Dozentin an der Stanford Graduate School of Business, der Kaderschmiede des Silicon Valley, wuchs in der Nähe von Seattle auf. Sie studierte Soziologie und Management, arbeitete unter anderem bei der Bank J. P. Morgan im Bereich Unternehmensfusionen und im Weißen Haus. Amy Wilkinson lebt in San Francisco.

„Ich würde auch auf den Mars umziehen.“ Ein Satz, der alles über Amy Wilkinson sagt. Die Macherin geht forsch voran. Und zeigt, wie’s geht.

Amy Wilkinson hebt sich von der Masse der Business-Berater ab: geboren in Hongkong, in Spanien, Mexiko, Argentinien und Brasilien gelebt, Soziologie studiert und ein Sozialprojekt initiiert – eine Bilderbuchkarriere. Die US-Amerikanerin war Handelsberaterin im Weißen Haus unter George W. Bush, ist Dozentin an der Stanford Graduate School of Business und gründete die Unternehmensberatung Ingenuity.

Ja, sie hat auch ein Buch geschrieben. Aber sie betet darin nicht die bekannten Business-Strategien nach. Sie interviewte 200 Gründer, kam auch an die dicken Fische ran, fragte die Macher von Airbnb, PayPal, eBay, Dropbox, Tesla, Zipcar und LinkedIn nach ihrer Strategie. In The Creator’s Code. Sechs wesentliche Fähigkeiten außergewöhnlicher Unternehmer verdichtet sie ihre Beobachtungen zu „six skills“:

1. Finde die Lücke
Macher erkennen Chancen, die andere nicht sehen: Wo ist die Lücke, ein unerfülltes Bedürfnis, neues Potenzial? Sie verschmelzen unterschiedliche Konzepte, übernehmen Ideen aus komplett anderen Feldern, gehen neue Wege.

2. Blick nach vorn
Ein Rennfahrer fokussiert sich auf die Straße. Schaut er nach links oder nach rechts, rauscht er in die Bande. Macher fokussieren sich auf die Zukunft. Bleiben in der Spur, scannen die Ränder, halten sich nicht mit Nostalgie auf, sondern das Tempo hoch, um es im schnelllebigen Markt vorzugeben.

3. Fliege den OODA-Loop
Macher aktualisieren kontinuierlich ihre Annahmen. In rascher Folge beobachten, orientieren, entscheiden und handeln sie. Nach der Idee des OODA-Loops (Observe, Orient, Decide, Act) bewegen sich Macher flink von einer Entscheidung zur nächsten. Sie beherrschen die schnelle Wiederholung und gewinnen in kurzer Zeit einen Vorsprung gegenüber weniger agilen Konkurrenten.

4. Weise scheitern
Macher haben verstanden: Viele kleine Fehler sind nicht nur unvermeidlich, sie helfen katastrophale Fehler zu vermeiden. Wer sich im souveränen Umgang mit Fehlern übt, entwickelt die Fähigkeit, Rückschläge in Erfolge umzuwandeln.

5. Netzwerk-Kompetenz
Professionelle On- und Offline-Foren bündeln das geballte intellektuelle Potenzial und die kognitive Vielfalt. Macher schaffen Räume, fördern Flash-Teams, veranstalten Wettbewerbe und Spiele und arbeiten mit Leuten zusammen, die sonst nie zusammenfänden.

6. Sei großzügig
Macher sind großzügig, helfen anderen, tauschen Infos aus, eröffnen Kollegen neue Chancen. Freundlich sein ist die Basis, Beziehungen zu stärken. In einer globalisierten Welt gewinnt, wer kooperiert.

„Suche nicht nach Geld, suche nach Kunden!“

Amy, wenn ich eine tolle Idee, aber keine Förderung, keinen Kredit, kein Geld von Papa habe: Wie komme ich an Kapital?
Indem du ein erstes Produkt – ein Testprodukt – hast, für das der Kunde bezahlen will. Suche nicht nach Geld, suche nach Kunden! Crowdfunding ist eine Möglichkeit, an Geld zu kommen. Tu dich mit einem Partner zusammen, dem du vertraust und der schon mal gegründet hat. Wichtig sind eine gemeinsame Vision und komplementäre Stärken.

Wie kriege ich die Angst zu scheitern in den Griff?
In meinem Interview mit Elon Musk sagt er: Ich habe immer Angst. Aber ich glaube, dass meine Arbeit zu wichtig ist. Wenn du glaubst, dass deine Arbeit wichtig genug ist, dann machst du weiter, auch wenn du Angst hast.

Hast du je davon geträumt, mit einer genialen Idee die Welt zu verbessern?
Ja. Ich will dazu beitragen, dass Menschen unternehmerisch denken und handeln. Ich will helfen, sie effektiver zu machen, damit sie ihre Ziele erreichen. Dafür setze ich mein Talent ein: Anderen helfen, leistungsstark zu werden.

Was löst die Marke Porsche bei dir aus?
Porsche steht für mich für Schönheit und Leistung. Als Amerikanerin habe ich großen Respekt vor der deutschen Automobilindustrie. Porsche sticht dabei als hochwertigstes Produkt hervor. Mit dem Sportwagenhersteller assoziiere ich hohe Integrität, hohe Qualität. Ein Porsche ist ein inspirierendes Produkt und eine Lifestyle-Marke.

Text Jo Berlien
Foto Michael Wagner

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Porsche Campus Ausgabe für das Sommersemester 2019.
Lade dir die komplette Ausgabe hier herunter.

Download Magazin SS2019 (PDF; 14.9 MB)

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