Rennberichte 2006-2018

Porsche Sports Cup: Start zum ersten Rennen in Spa

Zusammenfassung

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Saison 2006 - 2018

Porsche Sports Cup: Start zum ersten Rennen in Spa
Start zum Super Sports Cup in Spa-Francorchamps
Beeindruckendes Starterfeld im Super Sports Cup
C. Gerhard holt den Samstags-Sieg in der Cup-Klasse
Porsche Sports Cup Deutschland, 5. Rennen, Tagesbericht Samstag, Zusammenfassung
Anspruchsvolles Gastspiel in Belgien

Die längste und anspruchsvollste Rennstrecke der Saison und dazu noch Regenwetter: Das Wochenende im belgischen Spa-Francorchamps ist für die Piloten im Porsche Sports Cup die wohl größte fahrerische Herausforderung des Jahres. In den Ardennen boten sie schon am ersten Renntag spannenden Motorsport mit einem ungewohnten Gesicht auf dem Podium: Im Porsche Sports Cup konnte sich erstmals in dieser Saison Heino Bröer (Surwold, 997 GT3 RS 4.0) durchsetzen. Er durchbrach damit die Siegesserie von Michael Essmann junior (Rheine, 997 GT2 RS), der als Zweiter abgewinkt wurde. Im Porsche Super Sports Cup holte Dimitrios „Taki“ Konstantinou (Walddorf/Häslach, 997 GT3 R) den Tagessieg vor Tomas Micanek (Tschechien, 997 GT3 RSR). Christopher Gerhard (Viersen, 997 GT3 Cup) konnte die Cup-Klasse für sich entscheiden.

Porsche Sports Cup: Erster Sieg für Heino Bröer

Pünktlich zum Start des ersten Laufs im Porsche Sports Cup öffnete der Ardennen-Himmel seine Schleusen: Im zeitweise strömenden Regen konnte Polesitter Mike Essmann junior seinen ersten Platz verteidigen und sich zunächst vor dem Trainingszweiten Heino Bröer in Führung setzen. Dieser ließ sich allerdings nicht abschütteln und lieferte sich mit dem Seriensieger im Sports Cup ein waschechtes Wimpernschlag-Duell. In der sechsten Runde zog er schließlich vorbei und setzte sich danach ab. Im Ziel lag er sechs Sekunden vor dem jungen Westfalen, der zuvor seit fünf Rennen ungeschlagen war. „Die Bedingungen waren die gleichen wie bei den Testfahrten am Freitag – deshalb war der 997 perfekt eingestellt“, schilderte Bröer anschließend. „Bei nassen Bedingungen lässt sich mein Saug-Motor besser dosieren. Auf trockener Strecke hätte ich Mike mit seinem Turbo aber nicht halten können.“ Der Zweitplatzierte Mike Essmann junior war über den „verlorenen“ Sieg keineswegs böse: „Heino hat verdient gewonnen – es war ein toller Fight, der viel Spaß gemacht hat. Nachdem er mich überholt hatte bin ich auf Nummer sicher gefahren, um die Punkte nicht zu gefährden.“ Einen heißen Fight um Platz drei lieferte sich der amtierende Meister Matthias Jeserich (Berlin, 997 GT3 RS) mit seinen Verfolgern: Hinter ihm lagen Thomas Neuert (Darmstadt, 996 GT3 Cup), Tobias Hild (Taufkirchen, 997 GT3 RS) und Manuel Schmidt (Hamburg, 997 GT3) zeitweise innerhalb von zwei Sekunden. Doch Jeserich konnte dem Druck standhalten und rettete den Platz auf dem Podium schließlich mit einem Vorsprung von 3,8 Sekunden auf Neuert bis ins Ziel. „Ich bin sehr zufrieden. Mit Tobi Hild war unter den Verfolgern auch einer meiner direkten Klassenkonkurrenten. Er hing aber hinter Thomas Neuert fest, sodass es nicht zum direkten Duell kam. Als die Strecke abtrocknete, schmolz mein Vorsprung etwas. Ich war froh, dass dann noch mal Regen einsetzte und ich mich wieder absetzen konnte.“

Porsche Super Sports Cup: Wimpernschlagduell von Konstantinou und Micanek

Der Gaststarter Mike den Tandt konnte im ersten Rennen des Porsche Super Sports Cup seine Poleposition in einen ungefährdeten Rennsieg umsetzen. Er lag von Beginn an vorne, baute den Abstand zu den Verfolgern sukzessive aus und wurde als Führender abgewinkt. Im Zuge der technischen Nachuntersuchung musste er allerdings anschließend aus der Wertung genommen werden, sodass die Top-Positionen an Stammfahrer des Super Sports Cup gingen. Denn hinter dem Führenden entspann sich ein heißer Fight um die Meisterschaftspunkte, bei dem der Tscheche Tomas Micanek zunächst die Hauptrolle übernahm. Er überrumpelte in der Startphase die Konkurrenten und setzte sich auf Platz zwei. Doch der aus der ersten Reihe gestartete Dimitrios „Taki“ Konstantinou blieb Micanek mit einem Rückstand von unter einer Sekunde stets im Nacken und konnte schließlich vorbei gehen: „Wir hatten einen schönen, engen Zweikampf, der viel Spaß gemacht hat“, schilderte er im Ziel. „Kurz vor Schluss konnte ich mich dann in der Eau Rouge neben ihn setzen und fairerweise hat er etwas gelupft, sodass ich vorbeiziehen konnte.“ Im Ziel lag Konstantinou schließlich vor Micanek und seinem Attempto-Teamkollegen Sven Heyrowsky (Hannover, 997 GT3 R). „Taki war heute nicht zu halten“, sagte der Tscheche anschließend. „Nach der Hälfte des Rennens bekam ich Probleme mit dem Auto, sodass ich keine Chance gegen ihn hatte. Mit dem zweiten Platz kann ich deshalb gut leben.“

In der Cup-Klasse konnte Christopher Gerhard (Viersen) sein verkorkstes Wochenende in Oschersleben zu den Akten legen. Er holte mit der hervorragenden dritten Startposition im Gsamtklassement auch die Pole in der am stärksten besetzten Klasse des Wochenendes. Auch im Rennen entschied er als Gesamt-Siebter die heiß umkämpften Klasse der 997 GT3 Cup für sich: „Es lief in den Trainings schon sehr gut, mit den nassen Bedingungen komme ich gut zurecht. Jetzt habe ich die maximale Punktausbeute geholt – besser ging es nicht.“ Auf Platz zwei der Cup-Klasse beendete Hans-Peter Koller (Wollerau) das erste Rennen des Wochenendes: „Ich wollte noch auf Christopher aufschließen, habe aber meine Reifen überfahren. So war nichts mehr zu machen und ich musste mich darauf konzentrieren, den zweiten Platz nach Hause zu fahren.“ Als Klassen-Dritter kam Antonios Wossos (Athen) ins Ziel, der sich nach einer krankheitsbedingten Zwangspause von zwei Rennen gleich wieder in Topform zeigte: „Ich bin wieder da“, grinste der Grieche. „Nach einem unbefriedigenden Qualifying bin ich ohne Druck ins Rennen gegangen. So hatte ich bis zum Ende noch gute Reifen und konnte noch auf Hans-Peter aufschließen. Aber natürlich wollte ich es bei meinem Teamkollegen nicht mit der Brechstange probieren.“

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