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Porsche 911 RSR

Rennbericht

Porsche 911 RSR
IMSA WeatherTech SportsCar Championship, IMSA WeatherTech SportsCar Championship, 11. und letzter Lauf in Braselton/USA, Rennbericht
Braselton: Zwei Titel im North American Endurance Cup für neuen 911 RSR

Auf der legendären Road Atlanta ging die erste Rennsaison des neuen Porsche 911 RSR in den USA und Kanada mit einem wichtigen Erfolg zu Ende: Patrick Pilet (Frankreich) und Dirk Werner (Würzburg) sicherten sich mit dem 510 PS starken Rennwagen in der Klasse GTLM den Gewinn des prestigeträchtigen North American Endurance Cup. Für diese härteste Performance- und Zuverlässigkeitswertung im weltweiten GT-Rennsport werden neben dem am Samstag auf der Traditionsrennstrecke im US-Bundesstaat Georgia ausgetragenen Petit Le Mans auch die Langstreckenklassiker Daytona, Sebring und Watkins Glen gewertet. Den Sieg im Teamklassement erkämpfte sich das Porsche GT Team, das den von Porsche Motorsport in Weissach für diese Saison komplett neu entwickelten 911 RSR einsetzt. In der Herstellerwertung belegte Porsche mit nur einem Punkt Rückstand den zweiten Platz und ließ dabei so starke Konkurrenten wie Chevrolet, BMW und Ferrari hinter sich. Bei den vier Rennen des North American Endurance Cup müssen Teams und Fahrer insgesamt 52 Stunden lang ihre Konstanz und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen.

Das Petit Le Mans auf der 4,087 Kilometer langen Road Atlanta war gleichzeitig das Saisonfinale der IMSA SportsCar Championship, der bedeutendsten Sportwagenrennserie Nordamerikas. In dem hart umkämpften Zehnstundenrennen belegten Patrick Pilet und Dirk Werner, die von Le-Mans-Gesamtsieger Nick Tandy (Großbritannien) als drittem Fahrer unterstützten wurden, nach 392 Runden den sechsten Platz in der Klasse GTLM. Dieses Ergebnis reichte sowohl den Fahrern als auch dem Porsche GT Team, die jeweils als Tabellenführer angereist waren, zum Gewinn des North American Endurance Cup. Mit dem zweiten 911 RSR belegten ihre Teamkollegen Laurens Vanthoor (Belgien) und Gianmaria Bruni (Italien), die über weite Strecken auf Podiumskurs fuhren, den fünften Platz. Der dritte Fahrer auf diesem Auto war mit Earl Bamber (Neuseeland) ein weiterer Le-Mans-Gesamtsieger aus dem Porsche-Werksfahrerkader.

In seiner ersten Rennsaison in den USA und Kanada feierte der neue Porsche 911 RSR bereits vor dem Saisonfinale zahlreiche Erfolge. Seinen ersten Sieg holte er am 22. Juli in Lime Rock. Dazu kamen vier Podiumsplatzierungen in Daytona, Long Beach, Elkhart Lake und Laguna Seca sowie eine Pole-Position in Bowmanville.

Beim Petit Le Mans verabschiedeten sich auch die von Werksfahrern unterstützten Porsche-Kundenteams in der Klasse GTD mit einer starken Vorstellung in die Winterpause. Michael Christensen (Dänemark) wurde mit dem 911 GT3 R von Alegra Motorsports und seinen amerikanischen Teamkollegen Daniel Morad und Michael de Quesada Zweiter. Jörg Bergmeister (Langenfeld) belegte zusammen mit den Amerikanern Patrick Lindsey und Matthew McMurry den dritten Platz. Beide Teams feierten in dieser Saison auch schon einen Sieg mit dem über 500 PS starken Kundensportrenner, den Porsche Motorsport für die weltweiten GT3-Serien entwickelt hat: Alegra Motorsports beim 24-Stunden-Klassiker in Daytona, Park Place Motorsports in Lime Rock.

Stimmen zum Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „In diesem Rennen haben wir den ersten Titel für den neuen 911 RSR eingefahren. Der Gewinn des North American Endurance Cup für Fahrer und Team hat gezeigt, dass wir bei den großen Langstreckenrennen immer zum richtigen Zeitpunkt weit vorne lagen und damit über die Saison vor allem auch die Zuverlässigkeit unseres Fahrzeugs unterstrichen haben. Für eine Einsteigersaison mit einem komplett neuem Auto war das eine gute Leistung. Herzlichen Glückwunsch an unsere Kundenteams für ihre Podiumsplatzierungen in der Klasse GTD. Sie haben mit einer hervorragenden Fahrer- und Teamleistung erneut gezeigt, was in unserem 911 GT3 R steckt. Ich hoffe, dass sie diese Erfolge im nächsten Jahr bestätigen können.“
Patrick Pilet (911 RSR #911): „Den North American Endurance Cup zu gewinnen, ist eine tolle Teamleistung. Ich freue mich, dass wir diese Trophäe nach Weissach bringen können als ein Dankeschön an alle, die an dem neuen 911 RSR mitgearbeitet und uns in dieser Saison so toll unterstützt haben. Dieses Rennen war sehr schwierig für uns. Wir mussten hart kämpfen, um uns am Ende gegen unsere stärksten Konkurrenten durchzusetzen. Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben.“
Dirk Werner (911 RSR #911): „Unser großes Ziel in diesem Rennen war der Gewinn des North American Endurance Cup. Das haben wir geschafft, und es freut mich für alle in unserem Team. Es war eine schwierige Saison, und auch dieses letzte Rennen mit vielen Zwischenfällen und Safety-Car-Phasen war alles andere als einfach. Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt diesen Erfolg feiern können.“
Nick Tandy (911 RSR #911): „Für mich war es schön, auf dieser legendären Rennstrecke wieder ein Teil dieses Teams zu sein und Patrick und Dirk dabei zu helfen, den North American Endurance Cup zu gewinnen. Dass dies gleichzeitig der erste Titel für den neuen 911 RSR ist, macht ihn umso wertvoller.“
Laurens Vanthoor (911 RSR #912): „Wir hatten heute nicht die Pace, um ernsthaft um den Sieg kämpfen zu können. Wir haben alles versucht, hatten eine sehr gute Strategie, doch das hat nicht gereicht. Ich freue mich für unsere Teamkollegen, die den North American Endurance Cup gewonnen haben. Das ist eine starke Leistung. Wir richten unseren Blick ab sofort auf 2018 und wollen alles versuchen, um noch stärker zurückzukommen.“
Gianmaria Bruni (911 RSR #912): „Das war ein harter Kampf. Durch den Zwischenfall beim Boxenstopp, als unser 911 RSR kurz Feuer fing, haben wir viel Zeit verloren. Dank einer perfekte Boxenstoppstrategie konnten wir uns die verlorene Runde aber wieder zurückholen. Die vielen engen Duelle haben richtig Spaß gemacht.“
Earl Bamber (911 RSR #912): „Es war großartig, mit dem neuen 911 RSR auf der Road Atlanta zu fahren. Unsere Longruns waren gut, nur bei den Re-Starts hatten wir Probleme. Trotzdem haben wir bis zum Schluss gekämpft. Schade, dass wir uns nicht mit einem Podium belohnen konnten.“
Michael Christensen (911 GT3 R #28): „Zum Saisonauftakt der Sieg in Daytona und jetzt der zweite Platz beim Petit Le Mans – die Klassiker scheinen uns zu liegen. Ich freue mich für Alegra Motorsports und meine Teamkollegen über diesen hart erkämpften Erfolg. Dieses Rennen bringt jeden an sein Limit. Doch wenn man dafür mit einem Podium belohnt wird, haben sich alle Anstrengungen gelohnt.“
Jörg Bergmeister (911 GT3 R #73): „Eine so harte Saison mit einem Podium zu beenden, fühlt sich immer gut an. Schließlich sind wir nur vom zwölften Startplatz losgefahren. Es war ein sehr hartes Rennen, da wir weder eine Kühlweste noch eine Trinkflasche hatten. Aber ich mag solche Herausforderungen.“

Rennergebnis
Klasse GTLM
1. Auberlen/Sims/Wittmer (USA/GB/CAN), BMW M6, 392 Runden
2. Garcia/Magnussen/Rockenfeller (E/DK/D), Corvette, 392
3. Fisichella/Vilander/Pier Guidi (I/SF/I)), Ferrari 488 GTE, 392
4. Gavin/Milner/Fässler (GB/USA/CH), Corvette, 392
5. Vanthoor/Bruni/Bamber (B/I/NZ), Porsche 911 RSR, + 392
6. Pilet/Werner/Tandy (F/D/GB), Porsche 911 RSR, 392
7. Hand/Müller/Bourdais (USA/D/F), Ford GT, 392
8. Westbrook/Briscoe/Dixon (GB/USA/NZ), Ford GT, 390
9. Edwards/Tomczyk/Catsburg (USA/D/NL), BMW M6, 338

Klasse GTD
1. De Phillippi/Mies/van der Linde (USA/D/RSA), Audi R8, 382 Runden
2. Morad/Christensen/de Quesada (USA/DK/USA), Porsche 911 GT3 R, 382
3. Bergmeister/Lindsey/McMurry (D/USA/USA), Porsche 911 GT3 R, 382
5. Braun/Bennett/Jonsson (USA/USA/S), Porsche 911 GT3 R, 380

Alle Ergebnisse und Punktestände der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sowie des North American Endurance Cup gibt es im Internet unter results.imsa.com.



Alle Berichte zur vergangenen Saison finden Sie in unserem Archiv.