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Rennbericht

FIA World Endurance Championship, 6. Lauf in Shanghai/China, GT, Rennbericht
Doppelsieg für Porsche 911 RSR im Reich der Mitte

Stuttgart. Großer Erfolg für Porsche beim Sechsstundenrennen in Shanghai: Auf dem Grand-Prix-Kurs vor den Toren der chinesischen Wirtschaftsmetropole holten die vom Porsche Team Manthey eingesetzten 911 RSR vor 45.000 Zuschauern den zweiten Doppelsieg der Saison in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. Als Sieger überquerten nach 167 Runden die französischen Porsche-Werksfahrer Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet die Ziellinie, den zweiten Platz sicherten sich ihre Werksfahrerkollegen Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Richard Lietz (Österreich). Im Kampf um den Herstellertitel machte Porsche als aktueller Zweiter mit diesem Erfolg weiter Boden gut.

Der Doppelsieg auf dem Shanghai International Circuit war der verdiente Lohn für eine fehlerfreie Vorstellung des gesamten Teams. Trotz widriger Witterungsverhältnisse während des freien Trainings konnten die 470 PS starken 911 RSR, die auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basieren, für das wichtige Qualifying optimal abgestimmt werden. Dort sicherten sich die Porsche-Piloten die Plätze zwei und drei, die sie dann am sonnigen Renntag in ein Traumergebnis umsetzten. Patrick Pilet übernahm im letzten Renndrittel die Führung des GT-Feldes, kurz zuvor hatte Jörg Bergmeister bereits den vor ihm liegenden Ferrari überholt. Diese Positionen verteidigten sie bis ins Ziel – zum zweiten Doppelsieg von Porsche nach dem Auftakterfolg in Silverstone.

Den Erfolg von Porsche hat der deutsche Kunstturn-Star Marcel Nguyen hautnah an der Box miterlebt. Der zweifache Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 und Weltcup-Gesamtsieger 2012/2013, der als VIP-Gast von Porsche in Shanghai war, ist ein großer Motorsportfan und fährt selbst einen Porsche Cayman GTS. Er trainiert häufig in China und genießt bei den Fans dort fast schon Popstar-Status. Das zeigte sich auch bei der traditionellen Autogrammstunde vor dem Rennen, bei dem seine Unterschrift so gefragt war wie die der populären Rennfahrer.

Stimmen zum Rennen

Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung Porsche AG: „Das war ein perfektes Wochenende. Der zweite Doppelsieg – mehr kann man sich nicht wünschen. Damit haben wir in der Herstellerwertung einen großen Schritt nach vorne gemacht und werden in den letzten zwei Rennen in Bahrain und Sao Paulo mit vollem Einsatz um den Titel kämpfen.“

Dr. Frank-Steffen Walliser, Porsche-Motorsportchef: „Wir sind natürlich hoch zufrieden. Das war ein echtes Sprintrennen, ein harter Kampf über sechs Stunden. Team, Fahrer und Ingenieure haben heute alles richtig gemacht. Wir sind damit zurück im Kampf um die Meisterschaft und fahren noch motivierter zum nächsten Rennen nach Bahrain.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #92): „Mein erster Sieg in der WEC – das wurde aber auch Zeit. Das war für uns heute ein perfektes Rennen, in dem alles gepasst hat. Wir hatten ein gutes Auto, perfekte Boxenstopps und die richtige Strategie. Jetzt freue ich mich auf Bahrain.“

Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #92): „Was für ein Tag. Heute hat jeder im Team einen fehlerfreien Job gemacht und kann stolz sein auf dieses Ergebnis. Unser 911 RSR hatte eine gute Balance und war von Anfang an konstant schnell. Das war sicherlich eines unserer besten Rennen.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #91): „Das ist ein Traumergebnis für Porsche. Wichtig war dieser Erfolg nicht nur für die Aufholjagd in der Herstellerwertung. Auch Fred hat im Kampf um den Fahrertitel einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt ist im Titelrennen noch alles möglich.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Das war ein sehr hartes Rennen, in dem wir uns unsere Reifen gut einteilen mussten. Die Mechaniker haben bei den Reifenwechseln einen tollen Job gemacht. Erster und Zweiter – das ist ein Traumergebnis, das uns für den Rest der Saison noch weiter beflügeln wird.“

Marcel Nguyen, Weltklasse-Kunstturner: „So ein Sechsstundenrennen kostet ganz schön Nerven, dabei habe ich nur zugeschaut. Ich freue mich riesig über den Doppelsieg von Porsche. Ich habe die Fahrer in diesen Tagen alle persönlich kennengelernt und ihre Vorbereitung auf dieses wichtige Rennen hautnah miterlebt. Für mich war es sehr faszinierend, so nah dabei zu sein. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Teamleistung.“

Das siebte von acht Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC wird am 15. November in Sakhir/Bahrain ausgetragen.

Rennergebnis

Klasse GTE-Pro
1. Makowiecki/Pilet (F/F), Porsche 911 RSR, 167 Runden
2. Bergmeister/Lietz (D/A), Porsche 911 RSR, 167
3. Rigon/Calado (I/GB), Ferrari F458 Italia, 166
4. MacDowall/O’Young/Rees (GB/HK/BRA), Aston Martin Vantage, 166
5. Turner/Mücke (GB/D), Aston Martin Vantage, 123

Klasse GTE-Am
1. Lamy/Dalla Lana/Nygaard (P/CAN/DK), Aston Martin Vantage, 165 Runden
2. Poulsen/Heinemeier-Hansson/Stanaway (DK/DK/NZ), Aston Martin, 165
3. Roda/Ruberti/Cressoni (I/I/I), Ferrari F 458 Italia, 164
4. Collard/Perrodo/Vaxivière (FRA/FRA/FRA), Porsche 911 RSR, 163
5. Ried/Henzler/Al Qubaisi (D/D/UAE), Porsche 911 RSR, 161

Punktestand nach 6 von 8 Läufen
World Endurance Cup GT Fahrer
1. Giancarlo Bruni, Toni Vilander (Ferrari) 131 Punkte
3. Frédéric Makowiecki (Porsche) 106,5
4. Richard Lietz (Porsche) 91
5. Patrick Pilet (Porsche) 80,5
6. Jörg Bergmeister (Porsche) 79

World Cup Hersteller GTE
1. Ferrari 221 Punkte
2. Porsche 214
3. Aston Martin 169

FIA Endurance Trophy GTE-Pro-Teams
1. AF Corse (Ferrari) 131 Punkte
2. Porsche Team Manthey (Porsche #92) 120
3. Porsche Team Manthey (Porsche #91) 102
4. Aston Martin Racing (Aston Martin) 93

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet.



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