Die im WLTP-Normzyklus ermittelten Reichweiten erlauben einen herstellerübergreifenden Vergleich. Diese beinhalten auch den Reichweitengewinn durch Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsvorgang). Die zusätzlich angegebene Langstreckenreichweite liefert einen Orientierungswert für Fahrten über längere Distanzen. Hierbei wird ein für Langstreckenfahrten charakteristischer WLTP-Teilzyklus zugrunde gelegt, unter zusätzlicher Berücksichtigung von Nebenverbrauchern (z. B. Klimatisierung). Vielfältige Faktoren wie z. B. Fahrweise, Verkehrssituation, Topografie, Geschwindigkeit, Einsatz von Komfort-/Nebenverbrauchern (z. B. Klimatisierung, Infotainment etc.), Außentemperatur, Anzahl der Mitfahrer, Zuladung und Auswahl des Fahrmodus (z. B. Sport) können einen negativen Einfluss auf die tatsächliche Reichweite haben.
Eine Lithium-Ionen-Batterie unterliegt einem physikalisch und chemisch bedingten Alterungs- und Verschleißprozess. Hierdurch reduziert sich in Abhängigkeit des Nutzungsverhaltens und der Umgebungs-
bedingungen die Batteriekapazität, was mit zunehmendem Batteriealter zu einer Reichweitenverringerung und Ladezeiterhöhung führt. Aufgrund des Temperatureinflusses auf die Batterieantriebs- und Ladeleistung sowie die Batterielebensdauer ist folgendes beim Parken, Fahren und Laden zu berücksichtigen:
Die angegebenen Ladeleistungen und Ladezeiten sind abhängig von verschiedenen Faktoren: Allgemein kann die Ladeleistung und -zeit durch Einflussfaktoren wie z. B. verfügbare Anschlussleistung der landesspezifischen Energieinfrastruktur, kundenspezifische Hausinstallation, Temperatur, Innenraum-Vorkonditionierung, Ladezustand sowie Alter der Batterie aufgrund physikalischer und chemischer Grenzen variieren. Damit können sich die Ladezeiten gegenüber den angegebenen Werten deutlich erhöhen. Für den Bestwert der angegebenen DC-Ladezeit (DC = Gleichstrom) für eine Ladestandserhöhung von 5 % auf 80 % ist eine CCS-Schnellladesäule (Combined Charging System) mit > 270 kW und > 850 V sowie eine Batterietemperatur von 30 °C bis 35 °C vorausgesetzt. Der Ladezustand zu Beginn des Ladevorgangs darf dabei 5 % nicht überschreiten. Für die Ermittlung der angegebenen Ladezeit für eine WLTP-Reichweite von 100 km gelten dieselben Voraussetzungen. Aus physikalischen und chemischen Gründen nimmt die Ladegeschwindigkeit ab, sobald sich die Batterie ihrer vollen Kapazität nähert. Daher ist es in der Regel sinnvoll, die Batterie beim DC-Schnellladen auf bis zu 80 % oder entsprechend der benötigten Reichweite aufzuladen. Die überwiegende Nutzung von CCS-Schnellladesäulen führt langfristig zu einer Verlängerung der Ladezeiten. Für das regelmäßige DC-Schnellladen wird eine Ladeleistung von höchstens 50 kW empfohlen. Für den Ladevorgang im häuslichen Umfeld wird AC-Laden (AC = Wechselstrom) empfohlen. Durch die Verwendung einer Industriesteckdose (AC) erreichen Sie eine höhere Effizienz und eine wesentlich geringere Ladedauer gegenüber dem Laden an einer Haushaltssteckdose.
Allgemein hängt bei batterieelektrischen Fahrzeugen die verfügbare Antriebsleistung von verschiedenen Faktoren wie z. B. der Dauer der Leistungsanforderung, der Batteriespannung und -temperatur ab. Die angegebene Leistung steht für mindestens 10 s, die angegebene Overboost-Leistung bei Nutzung der serienmäßigen Launch Control für mindestens 2,5 s zur Verfügung. Besonders sportliches Fahren oder das Laden an einer Schnellladesäule kann zu einer Erhöhung der Batterietemperatur und damit zu einer temporär niedrigeren Antriebsleistung führen. Aufgrund physikalischer Rahmenbedingungen kann die Maximalleistung, wie sie zur Erreichung der angegebenen Beschleunigungswerte benötigt wird, zwar vielfach, aber nicht beliebig oft hintereinander abgerufen werden.
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* Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoff-/Stromverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Seit dem 1. September 2018 ersetzt der WLTP den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP ermittelten Kraftstoff-/Stromverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ ermittelten. Dadurch können sich seit dem 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.porsche.com/wltp.
Aktuell sind unabhängig vom angewendeten Typisierungsverfahren noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte daher in der Übergangszeit von den WLTP-Werten abgeleitet und angegeben. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoff-/Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoff-/Stromverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei DAT unentgeltlich erhältlich ist.
** Wichtige Hinweise zu den vollelektrischen