50 Jahre Porsche 911 Carrera RS 2.7 – „Deutschlands schnellster Sportwagen“
Die ersten Rennerfolge Nach dem geänderten Reglement bei den Sportprototyen, die eine Weiterführung wegen der neuen Hubraumgrenze von drei Litern verhindert hat, beendet Porsche die sehr erfolgreiche Ära. Nach dem Renndebüt eines 911 Carrera RSR (Renn-Sport-Rennen) mit einer stark verbreiterten Karosserie bei der Tour de Corse im November 1972 entschließt sich Porsche für 1973, die Erfolgsgeschichte des 911 im Rennsport auszuweiten. Anfang Februar 1973 geht beim 24-Stunden-Rennen von Daytona ein von Peter Gregg und Hurley Haywood pilotierter RSR mit 22 Runden Vorsprung durchs Ziel. Ein fulminanter Start in die neue Saison. Herbert Müller und Gijs van Lennep gewinnen im Mai 1973 bei der Targa Florio. „Der Sieg war wichtig für uns, weil es sich gezeigt hat, dass der RSR mit dem größeren Heckflügel auf Rundstrecken und Rallye-Strecken sehr schnell fährt“, erinnert sich Peter Falk. In der ersten Saison erringt der 911 Carrera RSR drei internationale und sieben nationale Meisterschaften – und begründet damit den Erfolg des 911 für die nächsten Jahrzehnte. Beim International Race of Champions (IROC) im Oktober 1973 setzt Roger Penske aus den USA zwölf identische 911 Carrera RSR 3.0 ein, in denen Fahrer aus unterschiedlichen Rennklassen gegeneinander antreten.

Mit dem 911 Carrera RS 2.7 entwickelt Porsche aber nicht nur einen Sportwagen für die Rennstrecke, sondern ein Auto, das Kunden im Alltag und bei Rennen nutzen können. Mit dem Reisewagen auf die Rennstrecke. In der zeitgenössischen Werbung heißt es: „Sein Repertoire: Per Achse zum Rennen und wieder nach Hause. Montag ins Büro. Dienstag nach Genf. Abends zurück. Mittwoch zum Shopping. City. Stauung. Kriechverkehr, aber keine Kerze verrußt, keine Kupplung streikt. Donnerstag Landstraße, Autobahn, Serpentinen, Feldwege, Baustellen, Freitag nur Kurzstrecke und immer wieder Kaltstarts. Samstag mit Urlaubsgepäck nach Finnland. Carrera RS – beim Sprint wie beim Marathon voll unerschöpflicher Reserven.“
Porsche feiert „40 Jahre Gruppe C“ in Goodwood
Das Debüt in Le Mans im Jahr 1982 endet für Porsche mit einem grandiosen Triumph. Jacky Ickx und Derek Bell siegen mit dem in Goodwood präsentierten Gruppe C Rennfahrzeug mit der Chassis-Nummer 956 002 nach 359 Runden überlegen. Auf den Rängen zwei und drei folgen die beiden weiteren 956, pilotiert von Jochen Mass und Vern Schuppan sowie Hurley Haywood, Al Holbert und Jürgen Barth. Dabei überqueren die drei 956 die Ziellinie in der Reihenfolge ihrer Startnummern – 1, 2 und 3.

Auch 1983, 1984 und 1985 siegt der Porsche 956 in Le Mans und dominiert seit seinem Erscheinen bis 1984 auch die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Sie beinhaltet die Markenwertung in Form der Langstrecken-Weltmeisterschaft sowie die Fahrer-Weltmeisterschaft.
Vom 956 zum 962 C – Siege und Titel am laufenden Band Bereits 1984 entsteht der Porsche 962. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des 956, der auch die Bestimmungen der amerikanischen IMSA Rennserie erfüllt. Denn der 956 entspricht vor allem in zwei Punkten nicht den US-amerikanischen Regeln. So fordert das IMSA Reglement aus Sicherheitsgründen hinter der Vorderachse befindliche Pedale, was Porsche durch einen 12 cm längeren Radstand erfüllt. Zudem wird das Aluminium-Monocoque von einem Überrollkäfig aus Stahl an Stelle von Aluminium ergänzt. Vor dem Hintergrund einer Kostenbeschränkung muss der Biturbo-Motor des 956 für den Einsatz in der IMSA durch den bewährten, aus dem Porsche 935 stammenden luftgekühlten Motor mit Monoturbolader ersetzt werden.   Für die Einsätze in der Sportwagen-Weltmeisterschaft sowie insbesondere in Le Mans entsteht der 962 C. Zunächst mit einem 2,65 Liter Biturbo Motor ausgerüstet, wird der 962 C im Training in Le Mans 1985 erstmals vom nun vollständig wassergekühlten 3 Liter Biturbo Motor mit bis zu 515 kW (700 PS) Leistung angetrieben. Bis dahin sind lediglich die Zylinderköpfe wassergekühlt, während die Zylinder mittels eines Gebläses gekühlt werden. War bereits der Vorgängertyp 956 von 1982 bis 1985 in Le Mans ungeschlagen geblieben, knüpft sein Nachfolger 962 C nahtlos an diese Serie an und entscheidet das 24-Stunden-Rennen an der Sarthe auch 1986 und 1987 für sich.   Insgesamt fünf Fahrer- und drei Langstrecken-Weltmeisterschaften gewinnt Porsche mit den 956 und 962 C zwischen 1982 und 1986. Mit dem in Goodwood startenden 962 C, Chassis-Nummer 962 006, mit der Startnummer 17 siegen Hans-Joachim Stuck, Derek Bell und Al Holbert beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans am 13. und 14. Juni 1987. Im folgenden Jahr dient dieses Fahrzeug Mario, Michael und John Andretti in Le Mans als Trainingswagen und wird danach vom Porsche Museum übernommen.
Mit dem 962 C im Supercup – Testfeld für das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) Die von 1986 bis 1989 ausgetragene Supercup Rennserie wird als Nachfolgerin der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) für Sportwagen-Prototypen der Gruppe C eingeführt. In der ersten Saison 1986 wird das Championat, das nach dem Sponsor, der Automobilzeitschrift sport auto, benannt ist, als ADAC sport auto Supercup ausgetragen. Für 1987 und 1988 wechselt der Sponsor und die Rennserie lautet ADAC Würth Supercup. Im letzten Jahr 1989 wird der Supercup schließlich nach dem TV-Sender Sat.1, der die Rennen live überträgt, als ADAC SAT1 Supercup benannt.

Bei den zunächst 180 km und von 1988 an 220 km langen Sprintrennen ist Porsche mit dem 962 C von Beginn an dabei. Von 1986 bis 1988 finden die Rennen ausschließlich in Deutschland statt. Den Auftakt und das Finale bildet jeweils der Nürburgring, dazu wird 1986 auch in Hockenheim sowie auf dem Norisring gefahren. Ursprünglich steht in diesem Jahr auch die Berliner AVUS auf dem Rennkalender, doch aus Sicherheitsgründen wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke ersatzlos gestrichen und von 1987 an durch Diepholz ersetzt. Im letzten Supercup-Jahr 1989 tritt Silverstone in England an die Stelle von Hockenheim.
Seit dem zweiten Rennen 1987, den 200 Meilen von Nürnberg auf dem Norisring, ist der 962 C in den Farben des Sponsors Shell lackiert. Auch im folgenden Jahr startet Porsche in Gelb-Rot und Hans-Joachim Stuck verteidigt seinen Supercup-Titel erfolgreich. Anschließend beginnt das Siegerfahrzeug von 1987 sein zweites Leben als Testfahrzeug im Bereich Aerodynamik in Weissach und dient später der Unternehmenssammlung des Sportwagenherstellers als Referenzfahrzeug. Schließlich versetzt ihn das Porsche Museum 2021 wieder in seinen Originalzustand als Meisterschaftsfahrzeug des Supercup 1987.

„Für mich war die Zeit mit Porsche die erfolgreichste meiner gesamten Karriere. Ich bin ein großer Fan vom Porsche Doppelkupplungsgetriebe PDK und stolz darauf, dass ich es damals im 962 C erproben durfte. Die Hände beim Gangwechsel unter Volllast am Lenkrad lassen zu können, hat sich von Beginn an sehr gut angefühlt“, resümiert Hans-Joachim Stuck. Er freut sich aber nicht nur über die gelungene Rückführung seines damaligen Siegerfahrzeugs in den Originalzustand, sondern auch darüber, dass er noch in seinen roten Rennanzug aus jener Zeit passt. Beim 79. Members‘ Meeting in Goodwood wird er ihn wieder tragen. Und natürlich seinen traditionellen blauen Helm mit den weißen Sternen.

Im 4-stündigen Basiskurs fotografieren die TeilnehmerInnen nach einer 20-minütigen Einführung selbstständig im Museum unter Anleitung des Kursleiters. Nach der Hälfte der Kurszeit findet eine (freiwillige) Bildbesprechung in der Gruppe mit Micha Pawlitzki statt. Snack, Getränke, Parken und Tageskarte sind im Preis enthalten.

 

Im ganztägigen Intensivkurs treffen sich die TeilnehmerInnen zu einer Einführung und fotografieren danach selbstständig vor Museumsöffnung unter Anleitung des Kursleiters. Nach einem gemeinsamen Frühstück suchen die Teilnehmer ihre besten Bilder heraus, besprechen diese konstruktiv-kritisch und bearbeiten sie. Anschließend besteht die Möglichkeit für ein Mittagessen im Restaurant Boxenstopp, eine Museumsführung und/ oder den eigenständigen Ausstellungsbesuch. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Nach einem gemeinsamen Abendsnack haben die TeilnehmerInnen noch einmal die Möglichkeit neue, bessere und/ oder übersehene Motive zu fotografieren. Essen, Getränke, Parken, Tageskarte und Ausstellungsführung sind im Preis enthalten.

 

Über Ihren Workshopleiter

 

Dr. Micha Pawlitzki gehört mit über 150 eigenen Publikationen bei den besten europäischen Verlagen zu den meist veröffentlichen Fotografen Europas. Er wurde mit vielen internationalen Awards ausgezeichnet, er ist Kolumnist der Zeitschrift CHIP FotoVideo und leitet pro Jahr über 120 Workshops. Micha Pawlitzki kennt das Museum und dessen Fotomotive nach über 80 dort geleiteten Kursen in- und auswendig und steht während des Workshops allen Teilnehmen mit Rat und Tat zur Verfügung. 

 

Zusammenfassung:

  • Thema „Architektur & Design
  • 10 TeilnehmerInnen pro Kurs (ab 18 Jahre)
  • 2 Kurse mit unterschiedlicher inhaltlicher Tiefe
  • Fotoworkshop „Basis“, 4h
  • Fotoworkshop „Intensiv“, ganztägig
  • Anmeldung über: info.museum@porsche.de
  • Den Kurs gibt es nur auf Deutsch

Für die Anmeldung bitte den Namen, die Anschrift und die Telefonnummer angeben.

Preise:

  • Fotoworkshop Basis: 169 €/ Teilnehmer (enthält: Kursgebühr, Snack, Getränke, Parken, Tagesticket)
  • Fotoworkshop Intensiv: 399 €/ Teilnehmer (enthält: Kursgebühr, Essen, Getränke, Parken, Tagesticket und Museumsführung)

Besonderheit: Fotografieren außerhalb der Öffnungszeiten, kleine Gruppen, Bildbesprechungen bei den Intensiv-Kursen

 

Bitte bringen Sie ihr persönliches Foto-Equipment mit.

  • Für den Fotoworkshop „Basis“ bringen Sie bitte ihre Digitalkamera, geladene Akkus und ausreichend Speicherkarten mit. Die Benutzung von Stativen ist ausdrücklich erlaubt.
  • Für den Fotoworkshop „Intensiv“ bringen Sie bitte ihre Digitalkamera, geladene Akkus, ausreichend Speicherkarten, ihr Kartenlesegerät sowie ihren eigenen Laptop mit Bildbearbeitungssoftware mit. Die Benutzung von Stativen ist ausdrücklich erlaubt.

Die Kurse sind komplett markenunabhängig. Mehrfachsteckdosen für Akkus und Laptops sind vorhanden.

 

Termine: 

  • 8. Juli 2022: Fotoworkshop „Basis“ von 18 - 22 Uhr - ausgebucht
  • 9. Juli 2022: Fotoworkshop „Intensiv“ von 5 - 14.30 / 17.30 - 22 Uhr - ausgebucht
  • 10. Juli 2022: Fotoworkshop „Basis“ von 5 - 9 Uhr - ausgebucht
  • 16. September 2022: Fotoworkshop „Basis“ von 18 - 22 Uhr - ausgebucht
  • 17. September 2022: Fotoworkshop „Intensiv“ von 5 - 14.30 / 17.30 - 22 Uhr - ausgebucht
  • 18. September 2022: Fotoworkshop „Basis“ von 5 - 9 Uhr

Ablauf:

Foto-Workshop „Basis“ (4h): 

  • 5:00 Uhr bzw. 18 Uhr: Einführung
  • 5:30 Uhr bzw. 18:30 Uhr: Selbstständiges Fotografieren unter Anleitung durch Micha Pawlitzki im geschlossenen Ausstellungsbereich 
  • 8:30 Uhr bzw. 21:30 Uhr: Abschluss-Besprechung

Foto-Workshop „Intensiv“ (12h):

  • 5:00 Uhr: Einführung 
  • 5:30 Uhr: Selbstständiges Fotografieren unter Anleitung durch Micha Pawlitzki
  • 9:00 Uhr: Frühstück 
  • 9:30 Uhr: gemeinsame Bildbearbeitung und -besprechung
  • 12:30 Uhr: Mittagessen im Restaurant Boxenstopp 
  • 13:30 Uhr: Museumsführung
  • 14:30 Uhr: Nachmittag zur freien Verfügung, Tagesticket fürs Museum 
  • 17:30 Uhr: Abendsnack 
  • 18:00 Uhr: Fotografieren von neuen Perspektiven und  ungesehenen Motiven
  • 22:00 Uhr: Abschluss 

Geplantes Essen:

Foto-Workshop „Basis“ (4h): 

  • Frühstücksnack: Müsliriegel, Obstsalat, Brezeln, Kalt- und Warmgetränke
  • Abendsnack: Müsliriegel, Wraps, Handobst, Kalt- und Warmgetränke

Foto-Workshop „Intensiv“ (11,5h): 

  • 5:00 Uhr: Frühstückssnack: Müsliriegel, Obstsalat
  • 9:00 Uhr: Gemeinsames Frühstück mit süßen und herzhaften Speisen, Kalt- und Warmgetränke
  • 12:30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen im Restaurant Boxenstopp: Hauptgang à la carte, Nachspeise einheitlich, Getränk
  • 17:30 Uhr: Abendsnack: Maultaschen mit Kartoffelsalat (auch vegetarisch), Schokoriegel, Handobst
  • 21:30 Uhr: Abschluss: Fruchtsecco

(vorbehaltlich saisonaler und kurzfristiger Änderungen)

 

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Abendführung

Wir öffnen unsere Ausstellung exklusiv nach 18 Uhr für Sie. Unser Eventteam berät Sie gerne über Ihre Möglichkeiten, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten das Museum zu besuchen. Beginnen Sie zum Beispiel mit einem Sektempfang für Ihre Gäste als Auftakt für einen besonderen Abend.





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