Grace Ladoja ist bekannt für ihr Bestreben, die Kultur positiv zu beeinflussen und den zukünftigen Generationen den Weg zu ebnen. Als Managerin von Künstlern wie Skepta und Sarz setzt sie sich für Kreativität ein, während sie gleichzeitig am Aufbau finanzieller Unabhängigkeit in der schwarzen Community arbeitet. Ihre Mission, „einen veränderten Gesellschaftsentwurf für die Welt zu schaffen", entspricht genau dem Anliegen von The Art of Drive, künftige Weltveränderer zu fördern.

 

Hier verrät sie ihr Geheimnis für effektive E-Mails sowie die Bedeutung von Authentizität und gegenseitiger Unterstützung für den Erfolg entscheidender Innovationen.

Erste Schritte wagen und Aufmerksamkeit erregen

„Ich bewundere Menschen, die mutig genug sind, anzufangen. Alle haben am Anfang Angst. Aber wie ich den Leuten gerne erzähle, gibt es kein Scheitern. Anfangen ist alles.

 

Am Anfang, wenn man versucht, die Aufmerksamkeit eines Mentors oder Investoren auf sich zu ziehen, gibt es einen einfachen Weg – einen wirklich guten E-Mail-Betreff.

 

Die Betreffzeile der E-Mail ist ausschlaggebend, das steht außer Frage! Man muss sich kurz fassen und deutlich machen, was man erreichen möchte. Man sollte sich überlegen, was man tun kann, um Aufmerksamkeit zu erregen. Ein wenig recherchieren und auf eine fesselnde Weise eine Verbindung zum Gegenüber herstellen.

 

Viele meiner Mentees sind auf diese Weise zu mir gekommen. Oder sie sind mir über den Weg gelaufen und haben direkt den Elevator Pitch geliefert: ‘Ich bin die Richtige für deine Unterstützung. Deine Zeit ist wertvoll. Und ich weiß, dass ich sie wert bin.’ Ich respektiere das.“

Dem Druck sozialer Medien entfliehen

„Es ist wirklich wichtig, dem Druck der sozialen Medien nicht zu erliegen. Es gibt so viel Druck, erfolgreich zu sein. Man sollte sich daher darüber im Klaren sein, dass Erfolg das ist, was man selbst will. Es geht darum, was man daraus macht.

 

Ich persönlich ziehe es vor auf andere eine Wirkung haben, als eine Million Pfund zu verdienen oder eine Million Follower zu haben. Das Vermächtnis liegt in den Menschen, die man berührt und in der Veränderung, die man hervorruft.

 

Oft ist das, was man als „großen Erfolg“ bezeichnet, so groß, dass es besser ist, ihn zu unterteilen. Man sollte ihn stufenweise angehen und kleine Momente feiern, in denen man sich gut fühlt. Für mich bedeutet das manchmal einfach aufzustehen, joggen zu gehen und mit klarem Kopf in den Tag zu starten. Auch das gehört zum eigenen Erfolg.”

Authentisch sein

„Authentizität ist in jeder kreativen Karriere so wichtig, es ist das Erste, wonach ich suche. Egal, ob man eine Skate-Marke aus Lagos hat oder ein Designer ist, der nur mit progressiver Technologie arbeitet, man musst daran glauben, eine Leidenschaft dafür haben und gut darin sein.

 

Es ist der Leitfaden, die eigene Sache, die einzigartig ist. Das Tolle an uns allen als Menschen ist, dass keiner wie ein anderer denkt, keiner genau die gleiche Idee hat. Allerdings ist es so, dass einige diese Ideen umsetzen und andere nicht.

 

Man muss sich die Frage stellen, was die eigene Marke ausmacht. All die Dinge, die authentisch und individuell sind. Dann kann man diese durch Partnerschaften oder Kooperationen stärken. Wenn man das gefunden hat, was einen erfüllt, werden die Leute davon magisch angezogen. Wenn man damit beginnt, wird sich alles weitere von dort aus entwickeln.”

Unterstützung annehmen

„Die eigene Community ist das A und O. Jeder braucht Unterstützung. Eine Gemeinschaft sind Menschen, die einem das Selbstvertrauen geben, zu wachsen.

 

Sie muss nicht unbedingt groß sein. Es könnte ein Familienmitglied sein. Es könnte ein Freund sein. Jemand, der weiß, was man erreichen will, der sich meldet und einen auffordert und ermutigt.

 

Es gibt in meinem Leben stets fünf Menschen aus unterschiedlichen Kreisen, die mich anspornen. Eine Person mag ein Geschäftsmann sein. Eine andere ist jemand, die in der Beratungs- oder Mentoring-Branche tätig ist. Jemand anderes passt auf mich auf – esse ich gut? Geht es mir als Menschen gut? Diese Leute sind alle da, um sicherzustellen, dass ich in der richtigen Verfassung bin, um weiter voranzukommen.”

Die eigene Kultur stärken

„Was ich in Zukunft sehen möchte, ist, dass die Menschen, die einer bestimmten Kultur angehören, tatsächlich davon profitieren. Dass sie sich wirklich frei entfalten können. Kultur ist nicht etwas, für das man wirbt, sie gehört zu einem und man sollte Verantwortung dafür übernehmen.

 

Um dies zu erreichen, würde ich mir viel mehr Zusammenarbeit wünschen. Eine Generation, die sich gegenseitig aufbaut und wirklich vorankommen und Veränderungen bewirken will. Ich glaube, die kommende Generation ist ziemlich furchtlos und ich wünsche mir, dass sie sich zusammentut, um Barrieren zu überwinden und Veränderungen herbeiführt.”