Die Le Mans Series setzt die große Tradition der legendären Langstrecken-Rennen mit Sportprototypen und Sportwagen fort. Sie wurde erstmals 2004 als europäisches Pendant zur American Le Mans Series ausgetragen. Die Fans können diese faszinierenden Rennwagen seither nicht nur bei den 24 Stunden von Le Mans, sondern auch auf Traditionsrennstrecken wie Silverstone und Spa-Francorchamps erleben. Das technische Reglement entspricht dem der 24 Stunden von Le Mans.
Ausgetragen wird die Le Mans Series in fünf Europäischen Ländern unter dem Patronat des Automobile Club de l’Ouest, der auch das 24-Stunden- Rennen von Le Mans veranstaltet.
Der Porsche 911 GT3 RSR geht als Titelverteidiger der bisherigen GT2-Klasse in die Saison 2011.
Mit zuverlässiger Technik, fehlerfreien Fahrern und perfektem Teamwork hatte Porsche in der Le Mans Series 2010 alle drei Meistertitel der GT2-Klasse gewonnen. Den Porsche-Werksfahrern Marc Lieb und Richard Lietz genügte beim 1.000-Kilometer-Rennen in Silverstone ein fünfter Rang zur erfolgreichen Titelverteidigung. Das deutsche Felbermayr-Team feierte unter der Regie von Eigner Christian Ried ebenso überzeugend die Teamwertung. Auch der imageträchtige Herstellertitel in der mit sechs renommierten Marken am härtesten umkämpften GT2-Kategorie ging 2010 an Porsche.
Bei der umfangreichen Weiterentwicklung des Porsche 911 GT3 RSR standen eine neu gestaltete Aerodynamik im Front- und Heckbereich sowie Änderungen an der Fahrwerkskinematik und am Motor im Vordergrund. Deutlich sichtbar sind die Modifikationen der 2011er-Version im Frontbereich. So sorgt etwa die neue Buglippe für höheren Anpressdruck an der Vorderachse, die breiteren Vorderreifen auf 12 statt 11 Zoll breiten Felgen sorgen für zusätzlich erhöhten Grip und eine geringere Tendenz zum Untersteuern.
Das Starterfeld der Le Mans Series besteht aus Sportprototypen und Sportwagen. Sie starten in vier verschiedenen Klassen, die getrennt gewertet werden:
Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm (Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS).
Sportprototypen mit rund 440 PS und 825 Kilogramm Mindestgewicht (Leistungsgewicht: rund 1,8 kg/PS).
Leicht modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 460 PS und einem Mindestgewicht von 1.145 Kilogramm. In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start. Die bisherige GT2-Klasse ist ab dieser Saison zweigeteilt. Es gibt eine Profi- (GTE PRO) und eine Amateurklasse (GTE AM).
Bei jedem Rennen werden in jeder der vier Klassen Punkte für die acht bestplatzierten Fahrer nach folgendem Schema vergeben: 10-8-6-5-4-3-2-1.
Nach demselben Schema erhalten auch die Teams dieser Fahrer Punkte. Die Teams können mehrere Fahrzeuge nennen.
Für die Herstellerwertung werden lediglich die besten zwei Fahrzeuge einer Kategorie gezählt. Die Meister
werden für jede Klasse ermittelt. Die zwei Besten aller vier Kategorien erhalten automatisch einen Startplatz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im folgenden Jahr.