Le Mans ist ein Mythos. Der Klassiker unter den Langstreckenrennen ist die größte Herausforderung, die der Motorsport zu bieten hat. Einzigartig ist allein schon der 13,65 Kilometer lange „Circuit des 24 Heures“, eine der ältesten und schnellsten Rennstrecken der Welt mit einem Vollgasanteil von fast 75 Prozent. Wer dieses Rennen gewinnen will, braucht nicht nur ein schnelles und zuverlässiges Fahrzeug, sondern auch die besten Piloten. Und natürlich eine eingespielte Boxenmannschaft.
Porsche ist der mit Abstand erfolgreichste Hersteller in der Geschichte der 24 Stunden von Le Mans. Den ersten Porsche-Sieg holten Hans Herrmann und Richard Attwood 1970 mit einem 917 Kurzheck. Damit war der Knoten geplatzt: Bis heute errang Porsche noch 15 weitere Gesamtsiege und liegt damit an der Spitze der ewigen Bestenliste, weit vor Ferrari und Audi. Erfolgreichste Porsche-Piloten in Le Mans sind Jacky Ickx und Derek Bell mit jeweils vier Siegen.
Unerreicht ist der Streckenrekord, mit dem Jackie Oliver 1971 im Qualifying die Pole Position holte: Mit dem Porsche 917 Langheck Coupé umrundete er den damals 13,469 Kilometer langen Kurs in 3.13,9 Minuten – das war ein Schnitt von 250,069 km/h. Mit dem RS Spyder kehrte Porsche 2008 nach Le Mans zurück und feierte diese Premiere mit einem Doppelsieg in der Klasse LMP2. Auch im Jahr darauf siegte der Sportprototyp aus Weissach und gewann dazu dank seiner herausragenden Gesamteffizienz noch die Umweltwertung Michelin Green X Challenge.
Eine sichere Bank in Le Mans ist auch der Porsche 911 GT3 RSR. Nach Siegen in 2004, 2005 und 2007, gewann der erfolgreichste GT-Rennwagen der Welt 2010 erneut die GT2-Wertung. Die Werkspiloten Marc Lieb, Richard Lietz und Wolf Henzler fuhren auf dem vom Team Felbermayr-Proton eingesetzten RSR einen Vorsprung von zwei Runden auf den Zweitplatzierten heraus. Der Klassensieg bei der 78. Auflage war bereits der 98. Erfolg von Porsche im prestigeträchtigen Langstreckenklassiker. Zum neunten Mal ließ damit ein Rennfahrzeug, das auf dem Straßensportler 911 GT3 basiert, alle Konkurrenten hinter sich. Auch die Plätze drei, fünf, sieben und acht gingen an Fahrer des 450 PS starken Porsche. Zusätzlich gewann der siegreiche 911er in diesem Jahr auch die Umweltwertung „Michelin Green X Challenge“ als GT-Auto mit der besten Gesamteffizienz.
Der Porsche 911 GT3 RSR, auf der Basis des Leichtbau-Straßensportwagens 911 GT3 RS nach den Grundsätzen der Porsche Intelligent Performance sowie den Regeln der seriennahen GT-Kategorie entwickelt, wird 2011 mit einem leicht modifizierten Triebwerk, einer deutlich überarbeiteten Aerodynamik sowie Verbesserungen im Bereich des Fahrwerks an den Start des härtesten Autorennen der Welt rollen.