Die Grand-Am Road Racing Serie wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, dem in den 90er Jahren zu beobachtenden Abwärtstrend des Rundstrecken-Rennsports in Nordamerika entgegenzuwirken. Durch bewusstes Einschränken der technischen Entwicklungsmöglichkeiten an den Fahrzeugen und ein über mehrere Jahre stabiles Reglement wurde versucht, die Einsatzkosten für die Teams auf einem niedrigen Niveau zu halten. Mit einem steten Wachstum der Serie und ausgeglichenem Wettbewerbsniveau hat sich die Grand-Am so im Laufe ihrer bisherigen 13 Saisons zu einer der bedeutendsten Sportwagen-Rennserien in Nordamerika entwickelt. Seit Ende 2008 gehört die Grand-Am zur NASCAR-Organisation, der mit Abstand bedeutendsten Rennserie in Nordamerika.
Die Grand-Am Series wird mit 2 Fahrzeugklassen ausgetragen: Daytona Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten - mit Ausnahme des August-Rennens in Watkins Glen - zusammen, werden aber getrennt gewertet. Die ausgeglichenen Starterfelder sorgen für abwechslungsreiche und spannende Rennen. Gefahren wird sowohl auf Traditionsrennstrecken wie Daytona, Montreal oder Watkins Glen als auch auf modernen Rennstrecken wie dem Miller oder Barber Motorsport Park.
Traditioneller Saisonauftakt und Saisonhöhepunkt ist das 24-Stunden-Rennen von Daytona. Der 5,729 Kilometer lange Daytona International Speedway mit seinen 12 Kurven ist eine der berühmtesten Rennstrecken der USA. Das 24-Stunden-Rennen wird auf einer Kombination aus Oval mit Steilkurven und Infield ausgetragen. Die Strecke ist auch Schauplatz des berühmten NASCAR-Rennens Daytona 500 mit alljährlich über 250.000 Zuschauern. Die meisten Rennen gehen über 250 Meilen. Ausnahmen: Auftaktrennen Daytona (24 Stunden), Watkins Glen im Juni (6 Stunden), Watkins Glen im August (200 Meilen) sowie Montreal (200 Meilen).
Mit einem eindrucksvollen Doppelsieg in der GT-Klasse startete Porsche bei den 24 Stunden von Daytona die Grand-Am Series in die Saison 2011. Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) gewann zusammen mit seinen amerikanischen Teamkollegen Andy Lally, Spencer Pumpelly, Steven Bertheau und Brendan Gaughan im von TRG Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 Cup die stark besetzte GT-Klasse. Für Porsche als erfolgreichstem Hersteller in der Geschichte dieses Rennens war dies bereits der 73. Klassensieg.
Neben dem Langstreckenklassiker in Florida stehen elf weitere Rennen in den USA und Kanada im Kalender.