Die American Le Mans Series (ALMS) bietet ihren Fans in aller Welt spannende Rennen mit faszinierenden Sportprototypen und Sportwagen. Glanzlichter im Kalender sind Langstreckenklassiker wie die 12 Stunden von Sebring und das Petit Le Mans in Road Atlanta. Das Reglement ähnelt dem der 24 Stunden von Le Mans.
Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Das sorgt für spannende und abwechslungsreiche Rennen mit zahlreichen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse.
Bei jedem Rennen werden in jeder Klasse Punkte für die 10 bestplatzierten Fahrer, Teams, Hersteller (Chassis und Motor) und Reifenlieferanten nach folgendem Schema vergeben:
Rennen unter 4 Stunden:
20-16-13-10-8-6-4-3-2-1
Rennen zwischen 4 und 8 Stunden:
25-21-18-15-13-11-9-8-7-6
Rennen über 8 Stunden:
30-26-23-20-18-16-14-13-12-11
Die Meister werden für jede Klasse ermittelt.
Die Rennen dauern in der Regel 2:45 Stunden. Ausnahmen sind Sebring (12 Stunden), Long Beach (1:40), Laguna Seca (6.00) sowie Road Atlanta (1.000 Meilen oder 10 Stunden). Ausgetragen wird die American Le Mans Series in den USA und Kanada unter dem Patronat der International Motor Sport Association (IMSA).
Die 1999 ins Leben gerufene Rennserie ist der Weltführer in Sachen „Green Racing“: Alle Teams mit benzingetriebenen Fahrzeugen tanken Kraftstoff mit mindestens zehn Prozent Bio-Ethanol.
2010 holten die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister und Patrick Long beim 1.000-Meilen-Klassiker auf dem Traditionskurs Road Atlanta mit dem Porsche 911 GT3 RSR wie schon im Vorjahr den Meistertitel in der hart umkämpften Klasse GT2. Der 911 GT3 RSR war in den USA nicht nur das erfolgreichste, sondern auch das bei weitem effizienteste GT-Fahrzeug des Jahres. Der Sportwagen sicherte Porsche auch den Gesamtsieg in der Umweltwertung Michelin Green X Challenge.
Einer der vielen Höhepunkte der zurückliegenden Saison 2010 war die von einem sehr großen öffentlichen Interesse begleitete Rennpremiere des Porsche 911 GT3 R Hybrid in den USA. Der Sportwagen mit seiner zukunftsweisenden Antriebstechnologie und den Le-Mans-Siegern Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller am Lenkrad demonstrierte beim Saisonfinale in Road Atlanta erneut seine Zuverlässigkeit, Performance und Effizienz. In der Klasse GTH außer Konkurrenz am Start, bewältigte er die 1.000 Meilen auf dem schwierigen Kurs ohne technische Probleme. Für die Porsche-Ingenieure brachte dieser Testeinsatz viele nützliche Erkenntnisse, um den innovativen Hybridantrieb für kommende Renneinsätze weiter zu perfektionieren.
In der American Le Mans Series starten Sportprototypen und Sportwagen in fünf verschiedenen, für diese Saison neu definierten Klassen, die gemeinsam starten, aber getrennt gewertet werden Beim Saisonauftakt in Sebring und beim Saisonfinale Petit Le Mans at Road Atlanta sind sie in sechs Klassen eingeteilt:
Die beliebteste Klasse der Fahrzeughersteller ist traditionell am stärksten besetzt. Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 440 bis 460 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (z.B. Porsche 911 GT3 RSR).
Wie Klasse GT, jedoch darf pro Fahrzeug höchstens ein per Reglement definierter Profifahrer eingesetzt werden (Intercontinental Le Mans Cup: 12h Sebring u. Petit Le Mans at Road Atlanta).
In dieser Klasse sind Markenpokalfahrzeuge startberechtigt (z.B. Porsche 911 GT3 Cup).
Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm (Benzin-Motoren) bzw. 930 Kilogramm (Diesel-Motoren).
Sportprototypen mit rund 440 PS und 825 Kilogramm Mindestgewicht
Prototypen-Markenpokal für den ORECA FLM 09.
Diese klassenübergreifende Umweltwertung geht an das Fahrzeug mit der besten Gesamteffizienz im Verhältnis von Rundenzeiten und Benzinverbrauch.