Porsche
Zusammenfassung
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Klaus Bachler (AUT) & Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK) & Klaus Bachler (AUT)
Porsche Junior Programme, Oschersleben, Zusammenfassung
Porsche-Junioren festigen Platz zwei und drei in der Rookie-Wertung

Hat die Saison nicht gerade erst begonnen? Dass sie bereits auf das Finale zusteuert, ist für die beiden Porsche-Junioren gefühlsmäßig fast nicht zu glauben. „Wir haben unglaublich viel gelernt“, ziehen Michael Christensen und Klaus Bachler unisono ein erstes Fazit. Auch bei der vorletzten Veranstaltung des Porsche Carrera Cup Deutschland 2012, den Läufen 14 und 15 in der Motorsport Arena Oschersleben, zeigte die Lernkurve nach oben.

Der Däne kam gut gelaunt in die Magdeburger Börde. Erst kürzlich hatte ihm das FIA Institute die Auszeichnung als „FIA Institute Academy Fahrer des Jahres“ verliehen. Das Institut widmet sich der Weiterentwicklung von Sicherheit und Nachhaltigkeit im Motorsport. Christensen hatte sich in zahlreichen Workshops während des Jahres, die er gemeinsam mit Bachler besuchte, gegen 17 junge Rennfahrer aus 15 Ländern durchgesetzt. In der Begründung der Jury hieß es: „Christensen beeindruckte nicht nur mit seinen Fähigkeiten auf der Strecke sondern auch mit seiner Lernfähigkeit, seinem Enthusiasmus und dem Verständnis der großen Bedeutung der Sicherheitselemente im Lehrplan der Academy.“

Auch in den freien Trainingssitzungen auf dem kurvenreichen Kurs in der Magdeburger Börde setzte sich der Däne, der für Konrad Motorsport fährt, gut in Szene. Er kam auf Anhieb gut mit der Strecke zurecht. Klaus Bachler, der für das Team Deutsche Post by tolimit startet, tat sich anfangs schwerer. „Ich bekomme alle Daten des Teams und weiß ganz genau, wie ich es machen müsste“, sagte der 21-Jährige, „aber ich kann es nicht so umsetzen, wie ich es mir wünsche.“

Im Qualifying holte Christensen Startplatz sieben für den Samstagslauf und fünf für das Rennen am Sonntag. Damit war er schon mal für den Sonntag „Best of the Rest“, wie es im Fahrerlager heißt: Vor ihm standen lediglich noch die vier dominierenden Porsche-Routiniers René Rast, Sean Edwards, Nicki Thiim und Kévin Estre. Letzterer wird zwar im deutschen Markenpokal als Rookie – Neueinsteiger – geführt, ist aber Meister des französischen Carrera Cup und hat zwei erfolgreiche Jahre im internationalen Porsche Mobil 1 Supercup hinter sich. Klaus Bachler eroberte die Startplätze elf und neun.

Im 60 Kilometer langen Samstagslauf festigte Christensen mit Rang sechs seinen zweiten Platz in der Rookie-Wertung. „Ich bin zufrieden“, meinte er. „In der ersten Kurve ging es unheimlich eng zu. Ich bin problemlos durchgekommen, habe aber eine Position an Robert Lukas verloren und an dem kam ich nicht mehr vorbei.“ Klaus Bachler holte den achten Platz, rutschte damit erstmals auf Rang neun der Gesamtwertung und Rang drei bei den Rookies: „Mein Start war super. In der zweiten Runde ist mir jemand ein bisschen ins Auto gefahren, aber es ist zum Glück nichts passiert. Von Startplatz elf auf Rang acht: für mich ein tolles Rennen.“

Im Sonntagslauf begeisterten beide mit einem fantastischen Rennen – doch nur für einen endete das Rennen wirklich mit einem Happy End. Klaus Bachler wurde als Fünfter abgewinkt und sogar als Vierter gewertet und feierte damit nach seinem dritten Rang beim Heimrennen in Spielberg sein zweitbestes Saisonresultat. Mit einem blendenden Start hatte er sich von der neunten Startposition aus auf den sechsten Rang nach vorne katapultiert, wo er direkt hinter Christensen gelandet war. Im Ziel jubelte er: „Dolles Rennen! Mein Start war raketenmäßig, ich kam von neun auf sechs. Dann habe ich profitiert, weil vorne wohl zwei aneinandergeraten sind. Zufrieden bin ich vor allem, weil ich die ganze Zeit gut mit den Fahrern an der Spitze mitgekommen bin.“

Während Bachler sein Glück gar nicht fassen konnte, war Christensen tief enttäuscht. Über den Zielstrich war der Däne noch vor Bachler als Vierter gefahren, doch er wurde nur als 15. gewertet. Was war passiert? In Runde 17 fuhr das Safety-Car nach einem Unfall auf die Strecke. Christensen lag da hinter einem Fahrzeug, das bereits überrundet war und er überholte dieses zu einem Zeitpunkt, als er noch nicht hätte überholen dürfen. Dafür wurde er mit einer Durchfahrtsstrafe belegt, die in eine 30-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurde. „Der Fahrer vor mir, ein überrundetes Fahrzeug, wurde ganz langsam und hat eine Riesenlücke zum Vordermann gelassen. Ich dachte, der hat ein Problem“, erklärte der geknickte Porsche-Junior. „Was sollte ich tun? Also habe ich ihn überholt. In dem Moment hat er aber wieder beschleunigt, und da war es auch schon passiert.“ Der Däne versuchte aber nicht, die Schuld auf den anderen zu schieben: „Ich ärgere mich maßlos, denn natürlich war es mein Fehler, dass ich meinen vierten Platz verloren habe.“ Beim Finale hat der Junior den Frust längst hinter sich gelassen. Aus schlechten Erfahrungen die richtigen Lehren zu ziehen – auch das gehört zum Lernprogramm.