Porsche
Zusammenfassung
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Klaus Bachler (AUT)
Klaus Bachler, Timo Bernhard, Michael Christensen
Klaus Bachler (AUT)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen, Klaus Bachler, Timo Bernhard
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Michael Christensen (DNK)
Kévin Estre, Michael Christensen, Norbert Siedler
M. Christensen, Matthias Müller, N. Siedler
Kévin Estre, Michael Christensen, Norbert Siedler
Porsche Junior Programme, Hockenheimring, Zusammenfassung
Michael Christensen krönt Porsche-Junior-Saison mit Premierensieg

Im 17. und letzten Saisonlauf krönte der dänische Porsche-Junior Michael Christensen sein erfolgreiches Lehrjahr im Porsche Carrera Cup Deutschland mit seinem ersten Sieg im Konrad-Motorsport-Elfer. Um den Wimpernschlag einer knappen halben Sekunde verpasste sein Junior-Kollege Klaus Bachler aus Österreich, der für das Team Deutsche Post by tolimit startet, den Sprung aufs Treppchen. „Beide Junioren auf dem Podium, das wäre natürlich der absolute Traum gewesen“, meinte denn auch ein strahlender Timo Bernhard, der beim letzten Carrera-Cup-Rennwochenende den eigentlichen Junior-Coach Sascha Maassen vertrat.

Sascha Maassen hatte schon vor dem Highlight in Hockenheim ein positives Fazit gezogen: „Die Porsche-Junioren waren, über die Saison gesehen, die besten Newcomer und haben das ein oder andere Mal auch die arrivierten Piloten ärgern können. Natürlich gab es noch viele Dinge zu verbessern und einige Fehler hätten nicht sein müssen, aber Hauptsache, sie machen die Fehler kein zweites Mal.“

Auch die Junioren selbst zogen ein positives, aber auch selbstkritisches Fazit nach dem Finale. Der Däne zeigte sich angesichts seines Premierensieges fast schon gelassen. „Heute hat sich ausgezahlt, was ich als Porsche-Lehrling gelernt habe. Darauf habe ich das ganze Jahr hart hingearbeitet.“ Dazwischen sei es manchmal wie verhext gewesen. „Ich war schnell in den Qualifyings und habe dann in den Rennen kleine Fehler gemacht, die große Auswirkungen hatten.“ Eine Lehre des 22-Jährigen lautet: „Künftig besser mal eine Sekunde länger nachdenken, bevor man eine Aktion startet.“

Die zweite wichtige Christensen-Erkenntnis im Lehrjahr: „Ich musste relaxter werden, um dann im entscheidenden Moment mental stark zu sein.“ Das war er. Die Pole-Position für den Sonntaglauf in Hockenheim bekam der Junior zwar geschenkt. Er hatte im Qualifying Startplatz zwei erobert, mit nur 0,009 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten Sean Edwards. Als der Brite wegen einer Sportstrafe zehn Startplätze zurückversetzt wurde, war der Weg frei für eine perfekte Vorstellung des Dänen. „Mein guter Start war entscheidend“, zog Christensen Bilanz. „Danach habe ich einige Runden gepusht, um einen gewissen Abstand zwischen mich und die Anderen zu legen.“. Er überlegt kurz und lächelt: „Na ja, ich habe mich total auf meinen Job fokussiert und das Rennen kontrolliert.“ Und dann bricht es doch aus ihm heraus: „Es ist fantastisch, das Finale gewonnen zu haben!“

Auch der zweite Porsche-Junior war zufrieden mit seinem Rennen, nicht nur wegen Platz vier: Der Österreicher war beim Finallauf der beste Fahrer des Trios aus dem Meisterteam Deutsche Post by tolimit. Und das ist schon etwas Besonderes, denn seine Teamkollegen sind der neue Carrera-Cup-Meister René Rast und der Vize-Champion Sean Edwards. Auch Ersatz-Coach Timo Bernhard lobte den Schützling aus der Steiermark: „Klaus Bachler hat einen super Job gemacht. Er kam von Platz sieben in der Startaufstellung und war nach zwei Runden Fünfter. Dann hat er noch Philipp Eng überholt, kam an Norbert Siedler heran und hat es geschafft, dem Routinier bis ins Ziel immer Druck zu machen. Ich bin begeistert!“

Der 21-jährige Österreicher, der bereits am Samstag in Hockenheim als Vierter ins Ziel gekommen war, zeigte sich nicht weniger happy. „Das war ein super Rennen“, meinte Bachler. „Mein Elfer war von der ersten bis zur letzten Runde toll zu fahren. Philipp Eng zu überholen, war besonders schön, weil ich mir an ihm auch schon die Zähne ausgebissen habe. Und weil ich mir damit den dritten Platz in der Rookie-Wertung gesichert habe.“ Den zweiten Platz der Wertung für Neueinsteiger belegt Michael Christensen. Auf diese Platzierungen dürfen die beiden Carrera-Cup-Debütanten stolz sein, denn der Sieger dieser Wertung ist nicht wirklich ein Neuling im Umgang mit dem 450 PS starken Porsche 911 GT3 Cup: Kévin Estre ist amtierender Meister des französischen Carrera Cup und war bereits 2011 bester Rookie im internationalen Porsche Mobil 1 Supercup. Man kann Klaus Bachler nur zustimmen, wenn er bilanziert: „Ich bin rundum zufrieden.“