Modifiziert und weiter entwickelt, erhielt 1970 der 917 größere Radausschnitte, um größer dimensionierte Reifen aufnehmen zu können. Bisher auf Neunzöllern unterwegs, fuhr man jetzt vorne mit 12 und hinten mit 15 oder 17 Zoll breiten Reifen. Mit einem geänderten Kurbelgehäuse und einem neuen Auspuffsystem leistete der auf 4.907 ccm aufgebohrte Zwölfzylinder jetzt 600 PS bei 8.400 Touren. Um die Gefahr des Verschaltens zu bannen, kam nun ein Vierganggetriebe zum Einsatz. Die Kosten für das 917-Rennprojekt waren enorm, Porsche entschied sich daher, sein Engagement auf neue Füße zu stellen. So bestimmten ab dem 30. September 1969 die Gulf-Farben hellblau und orange das äußere Erscheinungsbild des Porsche 917, denn “John Wyer Automotive Engineering“ aus Slough in England, das vom Mineralölkonzern Gulf gesponsert wurde, stieg als Vertragspartner mit ein. Gleich bei seinem ersten “Werkseinsatz“ kam der Wyer-Gulf-Porsche bei den 24 Stunden von Daytona 1970 zu einem Doppelsieg. Die hellblau/orange lackierten 917 eilten von Erfolg zu Erfolg: Rodriguez/Oliver wurden zu der Fahrerpaarung schlechthin, und am Ende stand 1979 der Gewinn der Marken-WM.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche-Gulf 917-4.9 Kurzheck-Coupé |
| Baujahr: | 1970 |
| Motor: | 12-Zylinder-180° V-Saugmotor, luftgekühlt Zweiventiler, je 2 obenliegende Nockenwellen, Steuerradantrieb |
| Hubraum: | 4.907 ccm |
| Bohrung x Hub: | 86 x 70,4 mm |
| Leistung: | 600 PS (440 kW) bei 8.400 1/min |
| Drehmoment: | 549 Nm bei 6.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 12-Stempel-Doppelreihenpumpe |
| Kraftübertragung: | 4 (5) Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Scheibenbremsen, innenbelüftet |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 340 km/h |
| Gewicht: | 800 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
10.5Jx15; 12Jx15 / 15Jx15; 17Jx15 |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.564 / 1.533 mm |
| Maße (L x B x H): | 4.140 x 1.975 x 920 mm |