Zur Saison 1970 kamen neben dem seit 1969 eingesetzten “John Wyer Automotive Engineering“ (Sponsor war der Mineralkonzern Gulf) die weiß-rot lackierten 917 von Porsche-Austria dazu. Für Vortrieb sorgte der auf 4.494 ccm aufgebohrte und 580 PS starke Zwölfzylinder. Für die neue Saison war aber die Kurzheck-Karosserie des 917 gründlich überarbeitet worden, nachdem bewegliche Luftklappen (Spoiler) nicht mehr zulässig waren. Auch die Optik war neu, ab der Cockpitmitte stieg die Verkleidung bis über die hinteren Räder an; die Plexidur-Abdeckung fehlte ganz – die Ansaugtrichter und das waagrecht liegende Lüfterrad lagen nun frei im Luftstrom. Der 917 war 1970 auch um 140 mm kürzer und 96,5 mm breiter geworden – eine Folge der breiteren Reifen. Und damit gelang endlich der ganz große Sieg: Hans Herrmann und Dick Attwood gewannen am 13./14.6. 1970 mit dem Kurzheck in den Farben des Austria-Teams erstmals für Porsche die 24 Stunden von Le Mans.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche-Austria 917-4.9 Kurzheck-Coupé |
| Baujahr: | 1970 |
| Motor: | 12-Zylinder-180° V-Saugmotor, luftgekühlt Zweiventiler, je 2 obenliegende Nockenwellen, Steuerradantrieb |
| Hubraum: | 4.494 ccm |
| Bohrung x Hub: | 85 x 66 mm |
| Leistung: | 580 PS (427 kW) bei 8.400 1/min |
| Drehmoment: | 559 Nm bei 6.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 12-Stempel-Doppelreihenpumpe |
| Kraftübertragung: | 4 (5) Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Scheibenbremsen, innenbelüftet |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 340 km/h |
| Gewicht: | 800 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
10.5Jx15; 12Jx15 / 15Jx15; 17Jx15 |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.564 / 1.533 (1584) mm |
| Maße (L x B x H): | 4.140 x 1.975 x 920 mm |