Für die schnellsten Rennstrecken der Marken-WM gedacht, wie Le Mans, Daytona, Sebring oder Monza, blies Porsche mit einer Langheck-Ausführung zum Angriff, die im Vergleich zum Kurzheck-917 nicht nur um etwa 64 cm länger war, sondern auch mit einem cW-Wert von weniger als 0,30 glänzte. Bei seinem erstmaligen Auftreten 1970 in Le Mans trug das riesige 917-Langheck-Coupé als „Hippie-Auto“ dem Zeitgeist Rechnung. Das blau-grün bemalte Coupé leitete eine Ära phantasievoll dekorierter Rennwagen ein, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Weiterentwickelt, besaß das Langheck-Coupé 1971 eine Karosserie aus einem Sandwich-Kunststoff-Material, geänderter Bugschürze, Bremsbelüftungseinläufe, Ölkühlerfront, Fahrerraumbelüftung, tiefer gesetzten hinteren Kotflügeln und geänderten Heckflossen. Mit gemessenen 386 km/h auf der Mulsanne war das modifizierte Langheck-Coupé 1971 der schnellste Wagen in Le Mans.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 917-4.9 Langheck-Coupé |
| Baujahr: | 1970-71 |
| Motor: | 12-Zylinder180° V-Saugmotor, luftgekühlt Zweiventiler, je 2 obenliegende Nockenwellen, Steuerradantrieb |
| Hubraum: | 4.907 ccm |
| Bohrung x Hub: | 86 x 70,4 mm |
| Leistung: | 600 PS (441 kW) bei 8.400 1/min |
| Drehmoment: | 549 Nm bei 6.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 12-Stempel-Doppelreihenpumpe |
| Kraftübertragung: | 5 (4) Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Scheibenbremsen, innenbelüftet |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 386 km/h |
| Gewicht: | 800 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
4.75/11.30 x 12 / 6.00/13.50 x 17 |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.564 / 1.584 mm |
| Maße (L): | 4.780 mm |