Trotz der übermächtigen 911-Konkurrenz aus dem eigenen Hause, schlug sich der nur für kurze Zeit auf der internationalen Rennbühne vertretene Porsche 914-6 achtbar und machte vor allem bei Langstreckenrennen eine ausgezeichnete Figur: Platz eins bis drei beim 86-Stunden-Rennen "Marathon de la Route" 1970.
Seine letzte Chance im Werkseinsatz erhielt der 914-6 bei der Rallye Monte Carlo 1971. Zwei der drei gemeldeten 914-6 fielen aus. Nur Waldegaard, der zweimal vorher die "Monte" mit einem 911 gewonnen hatte, kam als Dritter ins Ziel. Zuwenig für den internationalen Renn- und Rallyesport, denn immer mehr Privatfahrer entschieden sich für den zur gleichen Zeit - und zum selben Preis von 49.680 Mark angebotenen 911 S, weil sie damit auf Gesamtsieg fahren konnten und mussten sich nicht mit der für den 914-6 vorgeschriebenen GT-Klasse bis 2000 ccm zufrieden geben.
Bei der Renn- und Rallye-Version des Mittelmotorwagens mit seinem 2 Liter 6-Zylindermotor aus dem Porsche 911 war das abnehmbare Targadach mit einem Hilfsrahmen verstärkt und fest mit der Karosserie durch Schrauben verbunden.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 914-6 „Rallye“ Coupé |
| Baujahr: | 1970 - 1971 |
| Motor: | 6-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je 1 obenliegende Nockenwelle, Kettenantrieb |
| Hubraum: | 1.991 ccm |
| Bohrung x Hub: | 80 x 66 mm |
| Leistung: | 220 PS (161 kW) bei 7.800 1/min |
| Drehmoment: | ca. 201 Nm bei 6.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 Dreifach-Vergaser |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Zweikreis-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 225 km/h |
| Gewicht: | 880 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
4.75/10.00-15 / 4.75/11.30-15 |
| Radstand: | 2.450 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.377 / 1.427 mm |
| Maße (L x B x H): | 3.985 x 1.650 x 1.240 mm |