Porsche

1973 - Porsche 911 Carrera RS 2.7 "Safari"

Im Gegensatz zum Glanz der Monte-Carlo Siege von 1968, 1969 und 1970, gab es eine Rallye, die der 911 bislang noch nicht gewinnen konnte: die berüchtigte Safari-Rallye im afrikanischen Kenia. Für die 1973er-Ausgabe der wohl schwersten Rallye der Welt, entwickelte Porsche den serienmäßigen 911 Carrera RS 2.7 zum Safari-Porsche weiter und setzte mit einem groß angelegten Werkseinsatz durch Waldegaard/Thorszelius und Zasada/Bien ganz auf Sieg.

Gegenüber der Serie wurde der "Safari" um 10 Zentimeter höher gelegt und hatte somit mehr Bodenfreiheit als ein Landrover. Verstärkte Stoßdämpfer, einen Alu-Unterbodenschutz, 100-Liter-Stahltank, vier große Zusatzscheinwerfer und Zweitonfanfare auf der Fronthaube und eine seitliche Betankung durch ein Loch in der Haube, das mit einer Gummiklappe abgedeckt war, gehörten ebenso zur speziellen Rallye-Ausstattung, wie Ramm- und Haltebügel vorne und hinten, damit Zuschauer besser zupacken konnten, falls die Autos im Schlamm stecken bleiben sollten.

Dies taten die beiden Werkswagen nicht, doch scheiterten sie an Kleinigkeiten. Stoßdämpfer und Getriebe waren in Kenia anno 1974 kein Thema mehr - dafür kollabierte bei Waldegaard im Finale die Hinterachse - wieder nur Rang zwei für Porsche und den 911 Carrera RS 2.7 "Safari".

Technische Daten
Modell: Porsche 911 Carrera RS 2.7 „Safari“
Baujahr: 1973 - 1974
Motor: 6-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt
Zweiventiler, je 1 obenliegende Nockenwelle, Kettenantrieb
Hubraum: 2.687 ccm
Bohrung x Hub: 90 x 70,4 mm
Leistung: 210 PS (154 kW) bei 6.300 1/min
Drehmoment: 255 Nm bei 5.100 1/min
Gemischaufbereitung: mechanische Saugrohreinspritzung
Kraftübertragung: 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Differenzialsperre
Bremsanlage: hydraulische Scheibenbremsen
Fahrleistung: Höchstgeschwindigkeit ca. 245 km/h
Gewicht: 960 kg
Reifengröße
vorne / hinten:

185/70 HR 15 / 215/60 HR 15
Radstand: 2.271 mm
Spurweite
vorne / hinten:

1.372 / 1.372 mm
Maße (L x B x H): 4.102 x 1.652 x 1.320 mm