Für die Europa-Bergmeisterschaft 1965 entwickelten die Porsche-Ingenieure das bewährte 904 Coupé zum 906-8 Spyder mit Achtzylinder weiter. Der Bergspyder - auch "Känguru" genannt - war keine Schönheit, wog aber nur 570 kg, mithin 120 kg weniger als das Original-Coupé.
Seinen Spitznamen erhielt er wegen seiner Straßenlage, die das Leichtgewicht wie das Beuteltier hüpfen ließ. Nach Fahrversuchen im April 1965 hatte der Bergspyder seinen ersten Auftritt bei der Targa Florio, den er mit Bravour überstand. Mitter/Davis wurden Zweiter hinter einem 3,3-Liter Ferrari.
Beim ersten Bergrennen in Trento-Bondone zeigte sich, dass das vom 904er übernommene Fahrgestell den Anforderungen am Berg nicht gewachsen war. Zwar wurde das "Känguru" ständig weiter verbessert, doch erwiesen sich der Ferrari und der Abarth für die beiden Porsche-Piloten Mitter und Fischhaber noch als eine Nummer zu groß.
Für Porsche stand der Entschluss fest: ein gänzlich neuer Bergspyder musste auf die Räder gestellt werden.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 906-8 “Känguru“ Bergspyder |
| Baujahr: | 1965 |
| Motor: | 8-Zylinder-Boxermotor, Typ 771, luftgekühlt, Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.981 ccm |
| Bohrung x Hub: | 76 x 54,6 mm |
| Leistung: | 260 PS (191 kW) bei 8.800 1/min |
| Drehmoment: | 210 Nm bei 7.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | Reiheneinspritzpumpe |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | innenbelüftete Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 260 km/h |
| Gewicht: | 570 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50 - 15 Racing / 6.00 - 15 Racing |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.338 / 1.402 mm |
| Maße (L): | 4.113 mm |