Die Saison 1967 lief noch, als Porsche den Typ 910 durch den Typ 907 ersetzte. Ursprünglich für Le Mans entwickelt, zählte der 907-Langheck mit seiner futuristischen Coupé-Karosserie zu den ungewöhnlichsten Wagen, die Zuffenhausen bislang hervorgebracht hatte.
Ausgerüstet mit dem verbesserten 220 PS-Sechszylinder des 906 erwies er sich bei seinem ersten Einsatz beim 24 Stunden Rennen von Le Mans 1967 als großer Erfolg. Jo Siffert und Hans Herrmann kamen damit hinter den Hubraum-Giganten Ford und Ferrari auf den fünften Gesamtrang und erreichten auf der langen Mulsanne-Geraden eine Spitze von 302 km/h - eine sensationelle Leistung für einen Zweiliter-Rennwagen.
Der 907 war auch der erste Renn-Porsche, bei dem das Lenkrad rechts saß. Weil die meisten Rennen im Uhrzeigersinn gefahren wurden, brachte das dem Fahrer in der Mehrzahl der Kurven einen besseren Einblick, und sein Gewicht belastete das kurveninnere Rad zusätzlich.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 907-6 Langheck-Coupé |
| Baujahr: | 1967-1968 |
| Motor: | 6-Zylinder Boxer, luftgekühlt Zweiventiler, je 1 obenliegende Nockenwelle, Kettenantrieb |
| Hubraum: | 1.991 ccm |
| Bohrung x Hub: | 80 x 66 mm |
| Leistung: | 220 PS (162 kW) bei 8.000 1/min |
| Drehmoment: | 206 Nm bei 6.400 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 6-Stempel-Reiheneinspritzpumpe |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Zweikreis-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 295 km/h |
| Gewicht: | 600 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.25-13 / 7.00-13 |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.462 / 1.403 mm |
| Maße (L x B x H): | 4.650 x 1.720 x 940 mm |