Sowohl der "Ollon Villars" Bergrennwagen als auch der 906 (Carrera 6) gaben 1966 die entscheidenden Impulse für den 910, der mit dem 220 PS starken Sechszylinder-Einspritzer antrat.
Die Rahmenkonstruktion aus Stahlrohren diente dabei auch als Ölleitung zu und von den frontmontierten Kühlern. Die 13-Zoll-Räder mit ihren fünf Speichen bestanden aus Magnesium - das war neu bei einem Renn-Porsche. An Stelle der Flügelmuttern des Zentral-verschlusses hatte man einen Sechskant verwendet.
Trotz der Dominanz von Ford und Ferrari (und dem Auftauchen des beflügelten Chaparral in der Saison 1967) schlug sich der 910/6 außerordentlich gut. Er gewann vor allem das 1.000-km-Rennen auf dem Nürburgring durch Buzetta/Schütz - einen Sieg, den Porsche seit den 50er Jahren zu erringen versucht hatte.
1969 wurde der 910/6 von der FIA als Sportwagen homologiert und fuhr nun in der 2-Liter-Klasse gegen den Alfa 33 und den Chevron-BMW.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 910-6 Coupé |
| Baujahr: | 1966 |
| Motor: | 6-Zylinder Boxer, luftgekühlt Zweiventiler, je 1 obenliegende Nockenwelle, Kettenantrieb |
| Hubraum: | 1.991 ccm |
| Bohrung x Hub: | 80 x 66 mm |
| Leistung: | 220 PS (162 kW) bei 8.000 1/min |
| Drehmoment: | 206 Nm bei 6.400 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 6-Stempel-Reiheneinspritzpumpe |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Zweikreis-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 265 km/h |
| Gewicht: | 575 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.25-13 / 7.00-13 |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.430 / 1.380 mm |
| Maße (L x B x H): | 4.113 (4.600) x 1.680 x 980 mm |