Drei Rennen vor Schluss der Europa-Bergmeisterschaften 1965 stand fest: das "Känguruh" musste durch einen neuen Bergspyder ersetzt werden, wollte man um das Berg-Championat künftig ein gewichtiges Wort mitreden.
Was dann Porsche für jenen Lauf in den Schweizer Bergen, in welchen er seinen Namen erhalten sollte, auf die Räder stellte, geriet zur Basis künftiger Modelle: der Ollon-Villars-Spyder.
Vom alten Modell übernahm der neue Spyder lediglich das Getriebe und den modifizierten Achtzylinder samt neuer Auspuffanlage. Ein leichterer Gitterrohrrahmen löste den Kastenrahmen des 904 Spyders ab. Neu waren die Radaufhängungen. Da man unter Zeitdruck stand, erwarb Porsche von der englischen Sportwagenfirma Lotus Radträger und Formel 1-Zentralverschluss-Felgen.
Bis zu Gaisbergrennen war der Bergspyder auf 488 kg abgemagert, der Motor brachte 260 PS. Für die Bergsaison 1966 ging der Ollon-Villars-Wagen als "Typ 910" an den Start, was ihn an weiteren Erfolgen nicht hinderte: Siege auf dem Rossfeld, am Mont Ventoux, beim Bergrennen Trento-Bondone und auf dem Gaisberg verhalfen dem "Ollon Villars" unter Gerhard Mitter zum europäischen Bergchampionat 1966.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 906-8 „Ollon Villars“ Bergspyder |
| Baujahr: | 1965-1966 |
| Motor: | 8-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt, Typ 771 Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.981 ccm |
| Bohrung x Hub: | 76 x 54,6 mm |
| Leistung: | 260 PS (191 kW) bei 8.800 1/min |
| Drehmoment: | 210 Nm bei 7.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | Reiheneinspritzpumpe |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Scheibenbremsen, innenbelüftet |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 260 km/h |
| Gewicht: | 488 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50-15 Racing / 6.00-15 Racing |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.340 / 1.410 mm |
| Maße (L): | 3.580 mm |