Auch 1964 zählte Abarth, neben den privaten Lotus mit BMW- und Ferrari-Motoren, zu den größten Konkurrenten von Porsche bei der damals noch attraktiven Europa-Bergmeisterschaft. Da der Porsche-Spyder 718 W-RS ("Großmutter") von 1962 auch mit dem Achtzylinder-Motor nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand war, behalf man sich bei Porsche mit einer Notlösung und bat die englische Rennwagen-Firma Elva um Amtshilfe. Elva, die für ihre Sportwagen-Chassis von Porsche eine Anzahl (15 Stück) eigens hierfür umgebauter Vierzylinder-Renntriebwerke erhielt, gab eines ihrer recht erfolgreichen Chassis an Porsche ab.
Für die Bergsaison 1964 pflanzten die Zuffenhausener ein eigenes Achtzylinder-Aggregat ein. 260 PS stark, wog der Elva-Porsche knapp 520 Kilogramm, rund 170 kg weniger als das aktuelle Alternativ-Modell, der 904-Achtzylinder. Zwar siegte Edgar Barth mit diesem Zwitter beim Rossfeld-Bergrennen 1964, doch entschloss er sich, die folgenden Rennen wieder mit dem W-RS, der "Großmutter", zu bestreiten. Den Elva-Porsche Bergspyder pilotierte verschiedentlich der Schweizer Herbert Müller bei den Europa-Bergrennen, doch musste er sich immer von Edgar Barth geschlagen geben.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Elva-Porsche Bergspyder |
| Baujahr: | 1964 |
| Motor: | 8-Zyl. Boxer, luftgekühlt, Typ 771 Zweiventiler, je 2 obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.981 ccm |
| Bohrung x Hub: | 76 x 54,6 mm |
| Leistung: | 260 PS (191 kW) bei 8.800 1/min |
| Drehmoment: | 210 Nm bei 7.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | Reiheneinspritzpumpe |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Differenzialsperre |
| Bremsanlage: | Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 260 km/h |
| Gewicht: | 520 kg |
| Radstand: | 2.286 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.270 / 1.350 mm |
| Maße (L): | 3.500 mm |