Der Anfang der 60er Jahre als GT-Wagen homologierte 356 B 2000 GS Carrera 2 erhielt 1963 neben der Normal- auch eine neue Leichtbau-Karosserie, die sich bereits im modifizierten RS 61 als Coupé bewährte. Sie hatte die gleiche niedrige, keilförmige Nase und den gleichen abrupten Abbruch der Dachlinie wie das Renncoupé des vergangenen Jahres. In der Frontpartie gab es zwei kreisrunde Vorsprünge, in denen entweder die Signalhörner oder die Zusatzscheinwerfer untergebracht werden konnten.
Diese neue Karosserie erhielt zwar keine eigene Bezeichnung, doch gaben die Männer, die an dem untersetzt wirkenden Coupé arbeiteten, den Spitznamen „Dreikantschaber“.
Bei seiner Premiere belegte er bei Targa Florio 1963 einen hervorragenden dritten Gesamtrang und wenig später wurde er auf dem Nürburgring Vierter. Eingesetzt 1963 und 1964 als Werkswagen bei Rundstreckenrennen in Europa unter Edgar Barth und Herbert Linge wie auch in den USA in Daytona und Sebring unter Joe Buzzetta, ging der „Dreikantschaber“ auch beim Kampf um die GT-Europa-Bertgmeisterschaft unter dem Schweizer Herbert Müller an den start – wie zu erwarten, mit großem Erfolg.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 356 B 2000 GS-GT Coupé "Dreikantschaber" |
| Baujahr: | 1963 |
| Motor: | 4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.966 ccm |
| Bohrung x Hub: | 92 x 74 mm |
| Leistung: | 155 PS (113 kW) bei 7.200 1/min |
| Drehmoment: | 192 Nm bei 5000 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 Weber-Doppelvergaser |
| Kraftübertragung: | 4 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | hydraulische Porsche-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 235 km/h |
| Gewicht: | 820 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50-15 R |
| Radstand: | 2.100 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.306 / 1.272 mm |
| Maße (H): | 3.900 mm |