Speziell für den Einsatz in Le Mans entwickelte Porsche 1961 den offenen 718 Spyder zum geschlossenen Coupé weiter. Mit dem Standartradstand des RS 61 von 2.300 mm versehen, entstand mit dem 718-Coupé im neuen Design die erste Vorstufe einer Idee, die in ihrer Endform als Typ 904 erscheinen sollte.
Es war eine attraktive Mischung aus Spyder und Abarth Carrera, wie sie von F.A. Porsche kunstvoll zusammengebaut worden war.
Der erste öffentliche Auftritt des 718 Coupés fand bei den Trainingsläufen für die 24 Stunden von Le Mans Anfang April 1961 statt. Wurde es im Rennen noch von dem bewährten 160 PS starken Vierzylindermotor angetrieben, so erhielt das modifizierte 718 Coupé ein Jahr später, 1962, auch den auf zwei Liter vergrößerten Achtzylinder-Grand-Prix-Motor, der 210 PS leistete.
Jetzt waren die bei Porsche entwickelten Scheibenbremsen standfest geworden. Seinen größten Erfolg feierte das Achtzylinder-Coupé bei der Targa Florio 1963. Unter Joakim Bonnier und Carlo Abate agierte das 718 GTR Coupé einmal mehr erfolgreicher als die Spyder-Version, denn sie gewannen dieses bedeutende Rennen mit dem Rekorddurchschnitt von 104 km/h.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 718 GTR Coupé |
| Baujahr: | 1962-1963 |
| Motor: | 8-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.982 ccm |
| Bohrung x Hub: | 76 x 54,6 mm |
| Leistung: | 210 PS (154 kW) bei 8.400 1/min |
| Drehmoment: | 192 Nm bei 6.600 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 4 x 42 mm Weber-Doppelvergaser |
| Kraftübertragung: | 6 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, ZF-Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | hydraulische Zweikreis-Scheibenbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 260 km/h |
| Gewicht: | 670 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50-15R / 6.50-15R |
| Radstand: | 2.335 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.300 / 1.280 mm |
| Maße (L x B): | 4.020 x 1.550 mm |