Als 1961 für die Formel 1 der Hubraum auf 1,5 Liter beschränkt wurde, verhalf diese Regel-Änderung Porsche zum Einstieg in die Grand Prix-Arena. Denn das neue Reglement unterschied sich kaum von der bisherigen Formel 2. Und dort hatte sich Porsche als sehr schlagkräftig erwiesen.
Die Aussichten auf die Grand Prix-Saison 1961 schienen rosig, der Erfolg vorprogrammiert. Doch die Konkurrenz war in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen, vor allem Ferrari. Die roten Renner aus Maranello dominierten und wurden Weltmeister. Der beste Porsche-Fahrer, Dan Gurney aus den USA, wurde nach drei zweiten Plätzen und weiteren Rängen unter den ersten sechs schließlich noch Dritter der Weltmeisterschaft.
Von Saisonbeginn an stellte sich jedoch schnell heraus, dass Cooper, Lotus und Ferrari im Fahrverhalten aber auch vom Drehmomentverlauf her, dem Porsche mit seinem Vierzylinder-Aggregat deutlich überlegen waren. Porsche reagierte darauf und forcierte die bereits im fortgeschrittenen Stadium befindliche Entwicklung eines völlig neuen Achtzylinder-Motors, der jedoch erst in der neuen Saison 1962 zum Einsatz kommen sollte.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 787-F1 Monoposto |
| Baujahr: | 1961 |
| Motor: | 4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je 2 obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.498 ccm |
| Bohrung x Hub: | 85 x 66 mm |
| Leistung: | 190 PS (139 kW) bei 8.000 1/min |
| Drehmoment: | ca. 147 Nm bei 6.500 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 Doppelfallstrom-Vergaser |
| Kraftübertragung: | 6 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, ZF-Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | Zweikreis-Trommelbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 250 km/h |
| Gewicht: | 450 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.50 - 15 R / 6.00 - 15 R |
| Radstand: | 2.300 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.300 / 1.330 mm |
| Maße (L x B x H): | 3.600 x 1.520 x 900 mm |