Mitten in der Rennsaison 1957, beim 1.000 km-Rennen auf dem Nürburgring, wurde ein bis dahin sorgfältig gehütetes Geheimnis gelüftet: Es erschien eine überarbeitete Version des 550A-1500 RS Spyders. Er hatte einen leichten Gitterrohrrahmen und eine insgesamt niedrigere und aerodynamisch verbesserte Karosserie mit Heckflossen. Je nach Einsatzzweck kamen strömungsgünstige Aufsätze hinter dem Fahrer oder, wie in Le Mans 1958, eine komplette Abdeckung des Beifahrerraumes hinzu. Dem Reglement entsprechend war eine 20 cm hohe Windschutzscheibe und ein im Bug untergebrachtes Reserverad vorgesehen. Anstelle des RS setzten die Zuffenhausener nun den 1500 RS-K oder auch Typ 718 bei Rundstrecken- und Bergrennen gegen hubraumstärkere Konkurrenz mit beachtlichem Erfolg ein. Ab der Saison 1958 vertraute Porsche hauptsächlich dem RSK. Den Spyder fuhren Stirling Moss und Jean Behra auf den dritten Platz, hinter zwei 3-Liter-Ferrari. Nach ausgezeichneten Platzierungen in den großen Langstreckenrennen der Saison 1958 wurde Porsche Vize-Weltmeister in der Sportwagen-Kategorie.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 718-1500 RSK Spyder |
| Baujahr: | 1957-1959 |
| Motor: | 4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je zwei obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.498 ccm |
| Bohrung x Hub: | 85 x 66 mm |
| Leistung: | 148 PS (109 kW) bei 8.000 1/min |
| Drehmoment: | 146 Nm bei 6.300 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 x Doppelfallstromvergaser, Weber 46 IDM |
| Kraftübertragung: | 5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, ZF-Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | hydraulische Trommelbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 260 km/h |
| Gewicht: | 530 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.00-16 / 5.25-16; 5.50-16 |
| Radstand: | 2.100 mm (1959: 2.200 mm) |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.290 mm / 1.250 mm |
| Maße (L x B x H): | 3.600 x 1.510 x 880 mm |