Anfang der 50er Jahre wurde in Mexiko die Carrera Panamericana veranstaltet - ein Langstreckenrennen, das über mehr als 3000 Kilometer quer durch das Land der Azteken führte. Hier schrieb Porsche ein Kapitel Renngeschichte, ohne es zunächst zu wollen. In erster Linie ging es 1954 darum, die Leistungsfähigkeit des neuen 117 PS starken Motor mit vier Nockenwellen im 550 Spyder unter Beweis zu stellen.
Neu waren auch die ersten Sponsor-Bemalungen auf einem Porsche-Werkswagen durch die Firmen Fletcher und Telefunken, die Rennleiter Huschke von Hanstein für den Einsatz in Mexiko unterstützten. Mit abgedecktem Beifahrersitz erreichte der Spyder auf den langen Geraden der Carrera Panamericana Dauergeschwindigkeiten von über 200 km/h.
Mit seinem niedrigen Gewicht erwies er sich den meisten hubraumstarken Konkurrenten als überlegen. Hinter den beiden Werks-Ferrari landete Hans Herrmann auf dem dritten und Jaroslav Juhan auf dem vierten Platz im Gesamtklassement, was einen eindrucksvollen Doppelsieg in der Sportwagenklasse bis 1500 ccm bedeutete.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Modell: | Porsche 550-1500 RS Spyder „Carrera Panamericana” |
| Baujahr: | 1954 |
| Motor: | 4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt Zweiventiler, je 2 obenliegende Nockenwellen, Königswellenantrieb |
| Hubraum: | 1.498 ccm |
| Bohrung x Hub: | 85 x 66 mm |
| Leistung: | 117 PS (86 kW) bei 7.800 1/min |
| Drehmoment: | 129 Nm bei 5.300 1/min |
| Gemischaufbereitung: | 2 Doppelfallstrom-Vergaser,
Solex 40 PJJ |
| Kraftübertragung: | 4 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang, ZF-Sperrdifferenzial |
| Bremsanlage: | hydraulische Trommelbremsen |
| Fahrleistung: | Höchstgeschwindigkeit ca. 220 km/h |
| Gewicht: | 550 kg |
| Reifengröße vorne / hinten: |
5.00-16 / 5.25-16; 5.50-16 |
| Radstand: | 2.100 mm |
| Spurweite vorne / hinten: |
1.290 / 1.250 mm |
| Maße (L x B x H): | 3.600 x 1.550 x 1.015 mm |