Powerplay ist angesagt. Der Sechszylinder des 911 wächst ab September erneut und hat nun 2.341cm3. Die neuen Kräfteverhältnisse lauten: 911 T (130PS/96kW), 911 E (165PS/121kW), 911 S (190PS/140kW). Auch beim kleinen Modell gibt Porsche kräftig Gas. Es werden elf 916 mit starkem Sechszylinder (2.341cm3, 190PS/140kW) gebaut und außerdem zwei Jahre zuvor noch zwei 914/8 mit dem Achtzylinder-Rennmotor (2.997cm3) aber unterschiedlicher Leistung (260PS/191kW und 300PS/221kW). Den 914/8 mit 260-PS-Motor erhielt Prof. Ferry Porsche zu seinem 60.Geburtstag geschenkt.
Der Porsche 911 Carrera RS 2,7 (2.687cm3, 210PS/154kW) und Porsche 2,8 Carrera RSR (2.806 cm3, 300 PS/221 kW) sind Vorboten für ein neues Wachstum. Die hauptsächlich für Wettbewerbe geplanten Modelle bringen erstmals deutlich sichtbare aerodynamische Hilfen ins Spiel: den Entenbürzel auf dem Motordeckel. Der Porsche 914 legt an Leistung zu, er bekommt einen größeren Vierzylinder von VW (1.971 cm3, 100 PS/74 kW). Die neue Kraft hilft dem kleinen Porsche Bestseller zu bleiben.
Das neue Programm zeigt deutliche Karosserieänderungen. Die Stoßstangen entsprechen den amerikanischen Bestimmungen und tragen an den Enden Faltenbälge. Der 2,7-Liter-Motor (210PS/154kW) wird in die Serie des Porsche 911 übernommen. Neu sind die Sportversionen Carrera RS 3.0 (2.994cm3, 230PS/168kW) und Carrera RSR 3.0 (2.994cm3, 330PS/241kW) mit großem Heckflügel und entlüfteten Kotflügelverbreiterungen. In der Baureihe 914 ersetzt eine 1,8-Liter-Version (1.795cm3, 85PS/63kW) den bisherigen 1,7-Liter-Motor.
Im Herbst wird der erste Porsche Turbo, Typbezeichnung 930 (2.994cm3, 260PS/191kW) vorgestellt. Auf dieser Basis entstehen in den folgenden Jahren Rennversionen (Codenummer 935) mit Leistungen bis zu 850 PS. Den 911 gibt es in drei Versionen mit gleichem Hubraum (2.687cm3) und unterschiedlicher Leistung: 911 (150PS/110kW), 911 S (175PS/129kW) und Carrera (210PS/154kW).
Die Porsche 911 gehen mit minimalen Änderungen in das Modelljahr 1976. Die Leistung der Basisversion steigt (165PS/121kW). Der 911 S entfällt. Nach den Werksferien wird der Carrera 3,0 (2.994cm3, 200PS/147kW) vorgestellt. Im letzten Produktionsjahr bekommen alle Porsche 914 den Zweilitermotor. Verdichtung und Leistung sind reduziert (95PS/70kW). Im Herbst ergänzt der 912 E (nur in USA erhältlich) ebenfalls mit VW-Motor (1.971cm3, 90PS/66kW) den 914.
Das 911 Programm läuft mit einem 2,7-Liter-Motor sowie mit einem Dreilitermotor (Carrera). Die Leistung bleibt unverändert. Karosserien aus zweiseitig verzinktem Blech verlängern die Lebensdauer der Porsche ab Modelljahr 1976 erheblich. Ebenfalls aus einer Zusammenarbeit mit VW ging der Porsche 924 hervor, den Porsche ursprünglich für VW entwickelt hatte, 1975 aber in das eigene Modellprogramm übernahm. Dieser erste Porsche in Transaxle-Bauweise mit wassergekühltem Frontmotor (1.984cm3, 125PS/92kW) und an der Hinterachse angeordnetem Getriebe brachte es einschließlich der Weiterentwicklungen und Nachfolgemodelle Porsche 944 und 968 und ihrer Varianten in 20 Jahren auf rund 30 Prozent der gesamten Porsche Produktion (325.231 Fahrzeuge).
Der Porsche 928, präsentiert im Herbst 1977, ist das neue Spitzenmodell und der designierte Nachfolger des 911. Der V8-Motor hat amerikanische Dimensionen (4.474cm3, 240PS/177kW). Alle 911 bekommen ab Herbst den Dreiliter-Motor mit gleicher Leistung (180PS/132kW), die wegen der Schadstofflimits nicht mehr die alten Höchstwerte erreicht. Der Turbo legt bei Hubraum und Leistung zu (3.299cm³, 300PS/221kW). Der 924 bleibt gut im Geschäft, der 911 stabil, der Turbo erfreut sich guter Nachfrage, ebenso der 928. Porsche 911 SC heißt die neue Bezeichnung des Elfers.
Der 928 wird als erster und bislang einziger Sportwagen zum "Auto des Jahres" gewählt.
Die Leistung des 911 steigt etwas (188PS/138kW). Der 924 Turbo kommt diesem Wert recht nahe (170PS/125kW). Der 928 erreicht mit unveränderter Technik höhere Produktionszahlen. Der 924 ist weiterhin Bestseller.