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Porsche - AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring

AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring

Wer historische Renn- und Sportwagen in Aktion erleben möchte, der kommt am AvD-Oldtimer-Grand-Prix nicht vorbei.

Die 33. Auflage dieser fesselnden Veranstaltung, die vom 12. bis 14. August auf dem Nürburgring stattfand, lockte wieder Tausende von Liebhabern klassischer Automobile in die Eifel. Dabei sind es stets nicht nur die fast 600 Starter, die in zahlreichen Rennen mit ihren hochkarätigen Fahrzeugen um Platz und Sieg kämpfen, sondern das attraktive Rahmenprogramm, das diese hohe Anziehungskraft ausübt.

So wissen auch die Fans der Marke Porsche, dass sie am OGP nicht nur prickelnde Rennatmosphäre erwartet, sondern jede Menge Faszination und Information zum Thema Porsche. Selten sind so viele Porsche Fahrzeuge an einem Fleck versammelt wie an diesen Tagen. Schon früh am Morgen treffen sie ein, die 356, die 911 aller Baujahre, die 914, die Frontmotorwagen 924, 928, 944 und 968, die Boxster und Cayenne. Sogar zwei Carrera GT und ein 959 sind diesmal dabei. Für jede Baureihe steht eine separate Parkfläche zur Verfügung, und so verwandelt sich die Mercedes-Arena an diesem Wochenende in das größte Porsche Museum der Welt.

Wer hier seinen Porsche parkt, hat von Porsche Classic ein VIP-Package erworben, das sich jedes Jahr wachsender Beliebtheit erfreut. Zum Leistungsumfang gehören neben dem Parkplatz unter anderem die Eintrittskarten und der Zutritt zum Hospitalityzelt mit seiner gewohnt exzellenten Verpflegung und einer Terrasse mit Blick zur Rennstrecke. Jedem Besucher zugänglich war das umfangreiche Info-Angebot. Dazu zählte der beeindruckende Auftritt des Porsche Kundenzentrums, das als Blickfang zwei Porsche Rennwagen aus dem Porsche Museum in Zuffenhausen präsentierte, nämlich einen Formel 2 von 1960 und einen Formel 1 von 1962. Nicht zu vergessen den im Kundenzentrum frisch restaurierten Porsche 718/8 RS Spyder von 1962, der die Qualität einer Werksrestaurierung eindrucksvoll belegte.

Die anwesenden Porsche Mitarbeiter mussten zahlreiche Fragen zum Thema Restaurierung und Ersatzteilversorgung beantworten, und viele Besucher blieben interessiert bei der sogenannten lebendigen Werkstatt stehen, um das Beziehen eines Lenkradkranzes mit Leder zu beobachten. In einem Zelt daneben präsentierte sich die Abteilung Exclusive und Tequipment mit zwei individuell ausgestatteten 997ern und das Porsche Zentrum Koblenz mit einem 911 Carrera Cup und einigen Neufahrzeugen. Speziell die Jugendlichen reizte das Computer-Spiel Need for Speed oder die Carrera Rennbahn, während manch Erwachsener, der gerne in einem richtigen Auto ein paar schnelle Runden drehen würde, begeistert den vom Porsche Zentrum Siegen beziehungsweise Knebel Motorsport ausgestellten historischen 911 Renner, den GT3 RS, den 996 GT3 Cup und den vom Porsche Werk stammenden 997 GT3 Cup betrachtete.

Die Info-Theken der Porsche Clubbetreuung, des Porsche Travel Clubs und der Selection Truck mit seinem umfangreichen Angebot an Accessoires befanden sich vis-à-vis des Hospitalityzelts, vor dem übrigens auch zwei Porsche Traktoren postiert waren. Doch das war längst nicht alles. Mitarbeiter von Porsche Partnerfirmen wie dem Stoßdämpfer-Hersteller Koni oder dem Dichtungsspezialist ElringKlinger standen ebenfalls Rede und Antwort. Für einen Höhepunkt im wahrsten Sinn des Wortes sorgte Porsche Logistik-Partner Hendricks. Die Spedition hatte einen Kran mitgebracht, der eine Aussichtsplattform am Haken hatte. Gegen eine Spende für die Stuttgarter Herzsport e.V. konnten sich die Besucher auf die Plattform begeben und wurden 35 bis 40 Meter in die Höhe gehoben. „Erst von hier oben wird einem die Größe des Porsche Areals bewusst“, sagte ein Mitglied des PC Italia begeistert.

Neben diversen deutschen Porsche Clubs finden immer mehr Mitglieder ausländischer Clubs den Weg zum OGP, sei es aus der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Belgien oder Dänemark. Die Clubs aus Spanien, England oder Italien reisen stets sogar in beachtlicher Gruppenstärke an, doch der Porsche Club Norwegen stellte diesmal alle in den Schatten. Waren es vor fünf Jahren noch 20, so kamen an diesem Wochenende rund 90 des derzeit etwa 850 Mitglieder zählenden norwegischen Clubs zum Nürburgring. Über 40 reisten auf Achse an, wie Fredrik Christensen mit seinem 924 Carrera GT. „Die Länge der Anfahrt betrug 1012 Kilometer“, verkündete er stolz. Auf seinem orangefarbenen T-Shirt stand auch der Grund für die große Ansammlung von Porsche Fahrern aus dem Norden: „25 Jahre Porsche Club Norwegen“. Warum der Club sein Jubiläum ausgerechnet auf dem OGP feierte, erklärte Club-Präsident Steinar Salminen: „Weil wir diese Veranstaltung ganz besonders mögen.“ Diese Meinung teilen offensichtlich auch viele andere.