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April - Juni

Harm Lagaay geht in Ruhestand – Nachfolger wird Michael MauerWechsel an Spitze der Design-Abteilung von Porsche

Stuttgart. Nach mehr als 15 Jahren als Leiter der Design-Abteilung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, wird Harm Lagaay zum 1. Juli 2004 in den Ruhestand gehen. Zu seinem Nachfolger hat der Vorstand des Unternehmens den bisherigen Chef-Designer von Saab und Advanced Concept Center General Motors Europe, Michael Mauer, ernannt. Mauer wird seine neue Position im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach spätestens zum 1. November 2004 antreten.

„Harm Lagaay hat sich um Porsche verdient gemacht. Seine Design-Philosophie und sein Können haben entscheidend zum hohen Ansehen von 911, Boxster und Cayenne auf allen Märkten der Welt und damit auch zum Erfolg des gesamten Unternehmens beigetragen. Er kann mit Recht stolz auf seine Arbeit sein.“ Mit diesen Worten würdigte der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Dr. Wendelin Wiedeking, die Leistungen des Niederländers, der am 28. Dezember 1946 in Den Haag geboren wurde.

Seine berufliche Karriere begann Lagaay 1967 bei Olyslager im holländischen Soest. Bereits ein Jahr später stellte ihn der Fahrzeughersteller Simca ein. 1971 kam es dann zur ersten Begegnung mit Porsche. In der Design-Abteilung in Weissach gestaltete er in den folgenden sechs Jahren vor allem an den Modelle 924 und 911 mit. 1977 erfolgte der Wechsel als Design Manager zur Ford Werke AG nach Köln, wo er im Advanced Design der Baureihen Escort, Sierra und Scorpio arbeitete. Der nächste Karrieresprung gelang 1985: Bei der BMW Technik GmbH in München übernahm er erstmals die Position des Chef-Designers, wo er maßgeblich an der Entwicklung des Z1 beteiligt war. Seit Januar 1989 leitete Lagaay die Hauptabteilung „Style Porsche“ in Weissach, die für das Design aller Porsche-Modelle sowie der Kundenentwicklung verantwortlich ist.

Unter seiner Führung entstand sowohl die Designstudie als auch die spätere Form des Boxster, der im Herbst 1996 auf den Markt kam und den wirtschaftlichen Turnaround von Porsche nach schweren Jahren der Krise einleitete. Auch der 911 der Baureihe 996 und der Cayenne tragen seine Handschrift. Seine Laufbahn krönte Lagaay dann mit dem Hochleistungssportwagen Carrera GT, dessen Design mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.

Michael Mauer wurde am 28. Juli 1962 in Rotenburg/Fulda geboren. Aufgewachsen ist er in Höchenschwand im Schwarzwald. An der Fachhochschule in Pforzheim studierte er von 1982 bis 1986 Automobil-Design. Gleich im Anschluss erhielt er seine erste Anstellung im Design-Bereich der Mercedes-Benz AG in Sindelfingen. 1989 wurde er zum Projektleiter-Design für die Mercedes V-Klasse ernannt, zwei Jahre später zeichnete er verantwortlich für die erste SLK-Generation. Im Juli 1995 ernannte ihn das Unternehmen zum Abteilungsleiter und übertrug ihm die Verantwortung für die Gestaltung von A-Klasse, SLK und SL.

1998 wechselte Mauer dann als General Manager ins Mercedes-Benz Advanced Design-Studio nach Tokio, wo er sich intensiv mit Vorentwicklungsthemen verschiedener Baureihen beschäftigte. Ein Jahr später wurde ihm die Leitung des Designs bei der MCC Smart GmbH übertragen. Im Juni 2000 erfolgte der Wechsel als Executive Director Design zu Saab nach Schweden. Seit März 2003 ist er zusätzlich auch für das Advanced Design von General Motors Europe verantwortlich.

Wolfgang Dürheimer, Vorstand Entwicklung der Porsche AG: „Michael Mauer genießt eine hohe Reputation in der Automobilindustrie. Er wird nicht nur die erfolgreiche Arbeit von Harm Lagaay fortsetzen, sondern dem Design von Porsche weitere neue, zukunftsweisende Impulse geben. Ich freue mich, ihn bei uns an Bord willkommen heißen zu können.“

GO

Hinweis: Bildmaterial steht akkreditierten Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de zum Download zur Verfügung.

12.05.2004