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April - Juni

Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE wird paritätisch besetztBeteiligung der Mitarbeiter der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG am Mitbestimmungsprozess sichergestellt

Stuttgart. Im Vorfeld der heute beschlossenen Porsche Automobil Holding SE haben der Vorstand der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, sowie das sogenannte Besondere Verhandlungsgremium (BVG) eine Vereinbarung getroffen, die die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der neuen Holding regelt. Das BVG hatte sich am 10. Mai 2007 konstituiert und besteht aus insgesamt 17 Delegierten aus dem Porsche-Konzern und dessen Gesellschaften in den EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Spanien und Tschechien sowie aus Vertretern der IG Metall.

In der Vereinbarung sind insbesondere die Kompetenzen und Aufgaben der Arbeitnehmer im Betriebsrat der neuen Holding sowie das Verfahren zur Wahl des künftigen SE-Betriebsrates und die Vertretung der Arbeitnehmer im SE-Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding wird aus zwölf Mitgliedern bestehen und durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch besetzt sein.

Uwe Hück, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Porsche AG, äußerte sich zufrieden über das Verhandlungsergebnis: „Die Gründung der Holding war notwendig, um die Eigenständigkeit von Porsche auch in Zukunft zu wahren; denn Porsche soll Porsche bleiben. Ich denke, dass gerade vor diesem Hintergrund beide Seiten ein faires Ergebnis erzielt haben.“ Denn es war die Porsche-Belegschaft, so Hück, die mit Engagement, Können, Hingabe, Leistungswillen und Einsatzbereitschaft die wirtschaftliche Grundlage geschaffen hat, um bei VW einzusteigen und den Anteil an Stammaktien auf über 30 Prozent aufzustocken. „Aus diesem Grund wollen wir die Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen von Porsche am Mitbestimmungsprozess in der neuen Holding ein für alle Mal sicherstellen“, begründete der Konzernbetriebsrats-Chef das Vorgehen.

Hück weiter:„Für uns ist besonders wichtig, dass wir die Grundzüge der deutschen Mitbestimmung auf die neue Porsche Automobil Holding SE übertragen konnten.“ Sollten in Zukunft weitere Teilkonzerne hinzukommen, sei sichergestellt, dass Vertreter von diesen im SE-Betriebsrat entsprechend vertreten sein werden. Es werde dort nach Stimmengewichtung abgestimmt. Auch die Arbeitnehmersitze im SE-Aufsichtsrat würden dann, so Hück, „fair und gleichberechtigt auf alle Teilkonzerne verteilt“. Er wies ferner darauf hin, dass die heute im Porsche-Aufsichtsrat vertretenen Gewerkschaften auch im neuen SE-Aufsichtsrat ihre Sitze analog des deutschen Mitbestimmungsrechts erhalten, sowohl was die Anzahl als auch das Vorschlagsrecht angeht. „Die nun getroffene Vereinbarung würde also auch dann langfristig Bestand haben, wenn weitere Teilkonzerne – neben der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG – hinzukämen“, sagte Hück.

Dem ersten Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE, der gerichtlich bestellt wird, gehören damit auf der Arbeitnehmerseite neben Hück noch Werner Weresch (Betriebsrat Zuffenhausen/Ludwigsburg), Walter Uhl (Betriebsrat Weissach), Wolfgang Leimgruber (Vertreter Leitende Angestellte der Porsche AG) sowie Hans Baur und Hansjörg Schmierer (beide IG Metall Stuttgart) an. Die Mitglieder der Kapitalseite sind identisch mit denen der bisherigen Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG.

26.06.2007