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April - Juni

Porsche vertieft Zusammenarbeit mit der BahnKomponentenlieferungen an Valmet Automotive werden von der Straße auf die Schiene verlagert

Stuttgart. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, vertieft ihre Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG. Nachdem das Unternehmen bereits bisher die für die wichtigsten Überseemärkte bestimmten Fahrzeuge der Baureihen 911, Boxster/Cayman und Cayenne per Bahn transportieren lässt, werden jetzt auch die Komponentenlieferungen zum finnischen Produktionspartner Valmet Automotive von der Straße auf die Schiene verlagert. Heute wurde der erste Zug im Container-Terminal in Kornwestheim mit neu entwickelten Megatrailern beladen und auf die Reise nach Rostock geschickt. Die Trailer enthalten vor allem Motoren, die bei Valmet Automotive in die Porsche-Modelle Boxster und Cayman eingebaut werden.

Michael Macht, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG: „Wir wollen mit unserem Engagement für die Schiene die Weichen in eine umweltfreundlichere Richtung stellen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Bahn vermeiden wir bereits heute rund 15.000 LKW-Transporte pro Jahr, was einer Fahrstrecke von fast 20 Millionen Kilometern entspricht. Mit dem jetzt beginnenden Komponententransport zu Valmet können wir noch einmal knapp 7.000 LKW-Transporte oder fünf Millionen Straßenkilometer jährlich einsparen.“ Gleichzeitig möchte Porsche auch anderen Herstellern das Signal geben, verstärkt auf die Bahn zu setzen, da der Logistikkonzern aus Sicht des Porsche-Vorstandes auch für Unternehmen mit vergleichsweise niedrigen Produktionsumfängen ein leistungsfähiger und flexibler Partner ist.

„Das deutsche Straßennetz wird die prognostizierten Transportzuwächse allein nicht mehr aufnehmen können. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Industrie gefordert, Güter mit der Bahn zu transportieren, wo immer es geht“, so Macht.

Für Dr. Norbert Bensel, im Vorstand der Bahn für das Ressort Logistics verantwortlich, zeigt das Beispiel Porsche, „dass die Entwicklung der Bahn von einem Massenguttransporteur hin zu einem integrierten Logistikkonzern gut vorangekommen ist. Mit Porsche ist es gelungen, hohe logistische Anforderungen für ein mittelgroßes Unternehmen auf der Schiene zu realisieren, die sich zugleich auch für die Bahn wirtschaftlich darstellen lassen.“

Um den Anforderungen von Porsche gerecht zu werden, ließ die Bahntochter Railion AG in enger Abstimmung mit dem Sportwagenhersteller, Valmet Automotive und dem finnischen Transportdienstleister Nybrok Oy Taschentragwagen mit passenden Megatrailern entwickeln, die mit einer Nutzlast von 25 Tonnen und einer Innenraumladehöhe von drei Metern sowohl von LKW gezogen als auch per Bahn transportiert werden können. Dieses kombinierte Verkehrskonzept ist für Porsche wichtig, da die Trailer sowohl im Werk Stuttgart-Zuffenhausen als auch bei Zulieferern in Süddeutschland mit Motoren und Komponenten beladen, per LKW zum Container-Terminal in Kornwestheim gezogen und dann per Bahn in den Ostseehafen Rostock transportiert werden. Von dort aus werden die Megatrailer in die finnische Hafenstadt Uusikaupunki verschifft, wo sie dann wieder über die Straße zu Valmet transportiert werden. Aufgrund der hohen Boxster- und Cayman-Nachfrage schickt der Sportwagenhersteller derzeit allein rund 750 Fahrzeugaggregate pro Woche zu seinem finnischen Produktionspartner.

Porsche hatte im Februar 2001 damit begonnen, ein Transport- und Logistikkonzept einzuführen, das sich stark auf die Bahn stützt. Sämtliche für die wichtigsten Übersee-Märkte bestimmten Fahrzeuge werden seither von einem eigenen Verladebahnhof in Kornwestheim aus in Spezialwaggons zum Nordseehafen Emden transportiert. Auf der Rückfahrt werden die Waggons in Emden mit Boxster- und Cayman-Modellen aus Finnland beladen, die für Abnehmer in Südeuropa vorgesehen sind.

Auch im Werk Leipzig setzt Porsche auf die Bahn: Einmal am Tag kommen die vorproduzierten Rohkarossen per Zug im werkseigenen Bahnhof an und werden anschließend in die Produktion eingesteuert. Die fertigen, für den Übersee-Export bestimmten Cayenne-Fahrzeuge werden ebenfalls wieder per Bahn nach Emden transportiert. Diese Volumina dürften noch einmal erheblich ansteigen, wenn 2009 das viertürige Sport-Coupé Panamera in Serie geht. Auch die Rohkarossen dieser Baureihe werden per Bahn in Leipzig angeliefert – in diesem Fall aus dem Volkswagenwerk in Hannover – und nach Fertigstellung wiederum auf Zügen nach Emden geschickt.

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Hinweis: Bildmaterial steht akkreditierten Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de/ zum Download zur Verfügung.

26.06.2006