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Januar - März

Wiedeking: „Wir setzen auf die Schiene, weil uns die Straße am Herzen liegt.“Bahn-Chef übergibt 230 km/h schnelle Elektro-Lokomotive symbolisch an Porsche

Stuttgart/Berlin. Der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bahn AG, Hartmut Mehdorn, hat heute im neuen Berliner Hauptbahnhof eine moderne Elektrolokomotive in exklusivem Porsche-Design symbolisch an den Vorstandsvorsitzenden der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Dr. Wendelin Wiedeking, übergeben. Bei der neuen „Porsche-Lok“ handelt es sich um eine 6.400 Kilowatt starke Elektro-Lokomotive der Baureihe 182, die in rund 20 Sekunden von Null auf Tempo 200 beschleunigt. Sie wird künftig vor allem schwere Güterzüge durch ganz Deutschland ziehen.

Der Bahn-Chef bedankte sich mit dieser Übergabe für die fortlaufenden Aktivitäten des Stuttgarter Sportwagenherstellers, den Transport von Fahrzeugen und Komponenten auf die Bahn zu verlagern. Mehdorn: „Porsche ist ein gutes Beispiel, wie man Logistik intelligent und umweltfreundlich organisieren kann. Genau das ist unsere Stärke als integrierter Mobilitäts- und Logistikkonzern.“

Der Sportwagenhersteller wird ab Frühjahr 2006 erstmals mit Hilfe von neu entwickelten Bahnwaggons und Megatrailern auch Motoren- und Komponentenlieferungen von der Straße auf die Schiene verlagern. Wiedeking: „Bereits heute gelingt es uns, durch die enge Zusammenarbeit mit der Bahn jährlich rund 15.000 Lkw-Transporte zu vermeiden, was einer Fahrstrecke von fast 20 Millionen Kilometer entspricht.“ Mit den künftigen Verlagerungen würden, so Wiedeking, die deutschen Straßen noch einmal von Tausenden von Lkw-Fahrten entlastet. Dabei handle Porsche natürlich nicht ganz uneigennützig: „Als Sportwagenbauer setzen wir auf die Schiene, weil uns die Straße am Herzen liegt“, bekannte der Porsche-Chef.

Die Porsche AG hatte bereits im Februar 2001 damit begonnen, ein Transport- und Logistikkonzept einzuführen, das sich stark auf die Bahn stützt. Sämtliche für den Übersee-Export bestimmten Fahrzeuge werden seither vom Porsche-Verladebahnhof in Kornwestheim aus in Spezialwaggons zu den Nordseehäfen in Emden und Bremerhaven transportiert. Auf der Rückfahrt werden die Waggons mit Boxster- und Cayman-Modellen aus Finnland beladen, die für Abnehmer in Südeuropa vorgesehen sind. Auch im Werk Leipzig setzt Porsche auf die Bahn: Jeden Tag kommen die vorproduzierten Rohkarossen auf einem eigenen Zug im werkseigenen Bahnhof an und werden von dort in die Produktion eingesteuert. Und auch von Leipzig aus werden alle für den Übersee-Export bestimmten fertigen Cayenne-Fahrzeuge ausschließlich auf der Schiene in die Nordseehäfen transportiert.

GO

03.02.2006