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Juli - September

Porsche startet Neue Lackiererei in ZuffenhausenSportwagenhersteller setzt neue Maßstäbe mit ökologischen Produktionsprozessen

Stuttgart. Mit der Eröffnung der Neuen Lackiererei hat die
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, einen weiteren Meilenstein in der Modernisierung ihres Traditionsstandortes Zuffenhausen gesetzt. Die innovative, ökologisch ausgerichtete Anlage wurde heute in Anwesenheit von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Aufsichtsratschef Dr. Wolfgang Porsche sowie zahlreichen Gästen offiziell in Betrieb genommen.

In dem neuen Werksbereich, der pünktlich zum Produktionsstart des neuen Porsche 911 fertig gestellt wurde, werden die Rohkarossen mit modernster Technik innen und außen in Wunschfarbe lackiert. Dies erfolgt absolut staubgeschützt - dank einer hundertprozentigen Kapselung der Anlagen. Gleichzeitig senken ein neuartiges elektrostatisches Abscheidesystem für Farbnebel und eine nasschemische Abluftreinigungsanlage die Emissionen von Lösemittel und Feinstaub auf ein Minimum. Dadurch kann Porsche auf den sonst obligatorischen 60 Meter hohen Abluftsammelkamin am neuen Gebäude verzichten. Ferner ermöglicht der sehr effiziente Betrieb mit einem Umluftanteil von 70 Prozent einen besonders sparsamen Energieeinsatz. Mit der umweltfreundlichen Technik gelingt es Porsche, die gesetzlichen Grenzwerte um ein Vielfaches zu unterschreiten.

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„Die neue Lackiererei ist typisch Porsche: Wie so oft überwinden wir bisher gültige technologische Grenzen, bewegen uns in wissenschaftlichem Neuland und sind Vorreiter bei Innovationen, die später Gemeingut werden“, so Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Er erinnerte aber gleichzeitig an die Herausforderung, in einem dicht besiedelten Gebiet wie Zuffenhausen eine zukunftssichere Industrie zu betreiben und langfristig zu erhalten: „Porsche bringt hier Ökonomie und Ökologie in Einklang, schafft hochmoderne Arbeitsplätze für spezialisierte Fachkräfte und stärkt damit den weltbekannten Standort auf Dauer.“

Im 192 Meter langen und 52 Meter breiten Gebäude der Lackiererei erhalten die Rohkarossen der Baureihen Porsche 911 und Boxster/Cayman in einem mehrstufigen Prozess Korrosionsschutz, Farbgebung und Oberflächenversiegelung. Dies geschieht exakt im präzise abgestimmten Takt der gesamten Sportwagenproduktion. Die Anlage macht Porsche noch leistungsfähiger, erhöht die Flexibilität des Premiumherstellers und ist Basis für die Erfüllung der hohen Qualitätsanforderungen, die das Unternehmen sich selbst setzt.

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Bei der Errichtung der Anlage, in die rund 200 Millionen Euro investiert wurden, setzte Porsche auf international anerkannte Spezialisten, die ebenfalls im Automobilland Baden-Württemberg beheimatet sind. Dazu gehört der Stuttgarter Maschinen- und Anlagenbaukonzern Dürr AG. Als Generalunternehmer stattete er die Lackierlinien mit modernster Applikationstechnik, Trocknern zur Härtung des Lacks sowie Steuerungs-, Leit- und Fördertechnik aus. Vom Böblinger Systemanbieter Eisenmann kommen die Vorbehandlungsanlage und die Kathodische Tauchlackanlage mit einer neuartigen Fördertechnik sowie das elektrostatische Abscheidesystem für Lackpartikel.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigte bei der Einweihung das Engagement der Porsche AG: „Es ist unser Ziel, Nachhaltigkeit zu fördern und gleichzeitig die heimische Wirtschaft international konkurrenzfähig, auf hohem technologischen Niveau zu halten. Porsche ist hier auf einem guten Weg. Die neue Lackiererei entspricht hohen ökologischen Standards und ist ein Gemeinschaftsprodukt baden-württembergischer Unternehmen. Damit unterstreicht die Industrie im Land zum einen ihre Innovationsfähigkeit. Zum anderen zeigt sie, dass hoher technologischer Anspruch und das Ziel, die Umwelt zu schützen, einander nicht ausschließen.“

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Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster stellte die Weiterentwicklung des Stammsitzes in den Vordergrund: „Dass Porsche viel Geld in eine neue Lackieranlage investiert, wertet den Standort Stuttgart auf und bedeutet zugleich ein Bekenntnis zu Stuttgart, wo die Erfolgsgeschichte von Porsche begann. Das Unternehmen ist bereits an vielen Orten in Stuttgart präsent und engagiert sich vorbildlich. Als Stadt wollen wir Porsche unterstützen, wenn das Unternehmen zum Beispiel über eine Erweiterung seines Standortes nachdenkt.“

Für die Belegschaft sieht Uwe Hück, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats, in der weiteren Aufwertung des Stuttgarter Stammsitzes langfristige Perspektiven und zusätzliche Motivation: „An der neuen Lackiererei sieht man, dass Mitbestimmung in Deutschland funktioniert. Gerade die handwerklichen Höchstleistungen unserer Kolleginnen und Kollegen tragen zum dauerhaften Erfolg von Porsche bei. Dafür brauchen sie die besten Werkzeuge - wie diese Lackieranlage. Somit sichern wir nicht nur die Arbeitsplätze in Zuffenhausen, sondern bauen sie sogar aus.“

GO

Hinweis: Bildmaterial steht akkreditierten Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de/ zur Verfügung.

19.09.2011