Home

Hauptnavigation
Modelle
911

Januar - März

Die Porsche-Klassiker starten mit ersten Einsätzen im FrühjahrDie Highlights des „Rollenden Museums“ im ersten Halbjahr 2011

Stuttgart. Die Legenden sind startbereit: 2011 werden die Klassiker des Porsche-Museums wieder rund um den Globus unterwegs sein. Die Spezialisten der Porsche-Museumswerkstatt sorgen bei den Boxenstopps vor jedem Einsatz dafür, dass die rollenden Botschafter der Porsche Historie für jedes Event topfit vorbereitet sind. Genauso dynamisch wie die Sportwagen aus Zuffenhausen ist auch ihr Einsatzplan, der im Laufe der Saison ständig fortgeschrieben wird. Zahlreiche Einsätze sind für das Kalenderjahr 2011 bereits geplant. Die wichtigsten Termine für die erste Jahreshälfte stehen aber fest.

[+]

Auftaktveranstaltung für die Porsche-Klassiker ist die 20. Targa Tasmania, die in Australien ausgefahren wird. Dabei steht ein Zusammentreffen der ganz besonderen Art auf dem Programm: 30 Jahre nach ihrer legendären Aufholjagd als Außenseiter bei der Rallye San Remo gehen Walter Röhrl und Christian Geistdörfer erstmals wieder auf dem Porsche 911 SC an den Start. 25 Jahre lang war der weiße Elfer mit dem charakteristischen „Entenbürzel“-Heckspoiler nicht im Einsatz, wurde dann durch das Porsche-Museum umfangreich restauriert und steht jetzt wieder am Start. Begleitet wird der SC vom 718 RS 60 Spyder, der 1960 die Targa Florio gewann, und dem 908/02 Spyder, Targa Florio-Siegerwagen von 1969. Die Rallye führt ab dem 5. April 2011 fünf Tage durch den Norden Tasmaniens und wird seit Mitte der 80er Jahre für aktuelle und klassische Fahrzeuge ausgeschrieben. Erstmals können Interessierte die Rallye im Internet unter www.youtube.com/porsche mitverfolgen.

Traditionell steht für die Mille Miglia, die am Abend des 12. Mai 2011 gestartet wird, der 550 Spyder neben weiteren Porsche-Klassikern als Teilnehmer fest. Der flache Spyder fuhr bereits 1954 die tausend Meilen von Brescia nach Rom und zurück um den Sieg und prägte sich vor allem durch ein mutiges Manöver seines Fahrers in die Geschichte ein: Hans Herrmann steuerte den 550 mit seiner Aluminium-Karosserie unter einer sich schließenden Bahnschranke hindurch, Fahrer und Auto blieben unversehrt. Ein 356-Coupé mit so genannter „Knickscheibe“ begleitet den Spyder. Ihren Namen erhielt die Frontscheibe dieser Porsche 356-Version, weil sie zwar einteilig ohne Mittelstrebe, aber dennoch in der Mitte geknickt war.

Ein 356 B 2000 GS Carrera GT ist für die Kitzbüheler Alpenrallye vorgesehen, seit 24 Jahren eine der Veranstaltungen im Klassikkalender. Aufgrund seiner markanten Seitensilhouette mit der aus aerodynamischen Gründen steil abfallenden Heckscheibe ist dieses Fahrzeug als „Dreikantschaber“ weltbekannt. Dieses Fahrzeug wurde nur zweimal gebaut und wird damit eines der Sehenswürdigkeiten vom 25. bis 28. Mai 2011 auf den Bergstraßen in Tirol, Salzburg und Bayern sein.

Das Goodwood Festival of Speed ist ohne einen Porsche nicht denkbar. Die seit 1993 jährlich stattfindende Motorsportveranstaltung auf dem Gelände von Lord March in West Sussex ist in diesem Jahr auf die Zeit zwischen 30. Juni und 3. Juli terminiert. Die Zuschauer dürfen sich auf ein Achtzylinder-Duett freuen, das die Rennwagen 804 und 908 gemeinsam anstimmen werden. Der 461 Kilogramm leichte 804 ist der einzige komplett von Porsche entwickelte und gebaute Formel-1-Rennwagen und gewann 1962 den Großen Preis von Frankreich. Der 908/3 Spyder ist mit seiner zwölf Kilogramm leichten Karosserie aus schaumverstärktem Kunststoff ein Extrembeispiel für Leichtbau und gewann von seinen vier Einsätzen 1970 und 1971 gleich drei.

Zwei weitere Highlights des ersten Klassiker-Halbjahres sind die beiden österreichischen Veranstaltungen Silvretta Classic und Ennstal Classic. Vom 7. bis 10. Juli wird der 356 B Carrera Abarth in den Hochalpen seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Das erste Exemplar dieses besonders strömungsgünstigen und leichten 356ers gewann 1960 die 24 Stunden von Le Mans in seiner Klasse. Fast unmittelbar im Anschluss startet am 13. Juli die 19. Ennstal-Classic, bei der mit dem 718 RS 60 Spyder der Urahn des Boxster mitfährt. 1960 sorgte er mit dem ersten Platz bei den zwölf Stunden von Sebring für den ersten Porsche-Gesamtsieg in den USA. Ebenfalls gemeldet ist der 904, der erste Porsche mit einer Kunststoffkarosserie. Er gewann nur sechs Monate nach seiner Vorstellung die Targa Florio und bewährte sich auch bei der Rallye Monte Carlo und in Le Mans. Er gilt bis heute als einer der formschönsten Rennwagen.

Mit dem Konzept des “Rollenden Museums” geht Porsche einen eigenen Weg. Nahezu alle Museumsexponate sind fahrbereit und erfüllen damit ihren ursprünglichen Zweck, zu dem sie einst gebaut wurden: Sie fahren. Damit steht das Porsche-Museum wie kaum ein anderes Automobilmuseum für Abwechslung und Lebendigkeit. Es bietet anstatt einer konventionellen, statischen Ausstellung durch immer wieder neu arrangierte Exponate ein ständig wechselndes Bild.

Das Porsche-Museum hat dienstags bis sonntags jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.porsche.de/museum zur Verfügung.

GO

Hinweis: Bildmaterial zum Porsche-Museum und zu den historischen Klassikern steht akkreditierten Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de/ zur Verfügung.

30.03.2011