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Januar - März

Neues Porsche-Museum feierlich eröffnetRedner würdigen besondere Bedeutung des spektakulären Bauwerks

Stuttgart. Am Stammsitz der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in Stuttgart-Zuffenhausen wurde am heutigen Mittwoch das neue Porsche-Museum offiziell eröffnet. Anlässlich des Festakts im spektakulären Neubau am Porscheplatz begrüßte Dr. Wendelin Wiedeking, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, Landtagspräsident Peter Straub, den baden-württem- bergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, Innenminister Heribert Rech, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, die Mitglieder der Familien Porsche und Piëch sowie weitere 200 geladene Gäste. Am Samstag, 31. Januar, wird das Museum erstmals für das Publikum geöffnet.

Wiedeking stellte in seiner Rede die besondere Bedeutung des Porsche-Museums am Stammsitz des Unternehmens heraus: „Das ist unsere neue Visitenkarte am Porscheplatz. An diesem Treffpunkt empfangen wir unsere internationalen Kunden genauso wie die vielen Menschen aus aller Welt, die zwar selber keinen Porsche fahren, aber dennoch höchst fasziniert von unseren Sportwagen sind. Während die mutige Architektur des Gebäudes Einzigartigkeit, Selbstbewusstsein und Zukunftsorientierung von Porsche widerspiegelt, hält die Ausstellung mit den jederzeit startbereiten Sportwagen des rollenden Museums die Geschichte des Unternehmens quicklebendig.“ Der Vorstandschef kündigte zudem an: „Wir werden das Museum nicht nur als Ausstellung, sondern zugleich als Kommunikationsplattform nutzen – als festen Bestandteil des ständigen Dialogs, den Porsche mit der Öffentlichkeit pflegt.“

Auf 5.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet das moderne Bauwerk Platz für rund 80 historische Fahrzeuge und mehr als 200 sorgfältig arrangierte Kleinexponate aus der Unternehmensgeschichte. Für Veranstaltungen stehen großzügige Konferenzflächen mit Zugang zu einer imposanten Dachterrasse zur Verfügung. Das in die Ausstellung integrierte Exklusiv-Restaurant „Christophorus“ erweitert das Angebot in Stuttgarts Spitzengastronomie. Darüber hinaus bündelt das Museum mit dem historischen Archiv von Porsche das gesamte geschichtliche Spektrum des Sportwagenherstellers an einem zentralen Ort. Und die Spezialisten in der gläsernen Museumswerkstatt sorgen dafür, dass die Ausstellungsfahrzeuge, aber auch historische Sportwagen von Kunden, immer in Bestzustand bleiben.

Dr. Wolfgang Porsche, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Porsche AG, betonte den Auftrag des Sportwagenherstellers, die Erinnerung an die Gründerpersönlichkeiten und ihr Werk lebendig zu halten: „Mein Großvater und mein Vater waren Automobil- Pioniere, Ingenieure und Unternehmer aus Leidenschaft. Ihr Lebenswerk und alles das, was ihre Nachfolger erfolgreich daraus gemacht und weiterentwickelt haben, ist hier dokumentiert“, sagte Porsche. Mit der Eröffnung des neuen Museums erfülle das Stuttgarter Unternehmen seine Verpflichtung, den Traum vom sportlichen Fahren zu bewahren und an künftige Generationen weiterzugeben.

Für Uwe Hück, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Porsche AG, bedeutet das neue Bauwerk nicht nur ein Stück Identität, sondern auch Motivation und Verpflichtung für alle Mitarbeiter: „Dieses Museum soll Teil der Porsche-Kultur sein − eine Kultur der Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Kultur der Menschlichkeit, eine Kultur des Miteinanders von Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie eine Kultur des ehrlichen und offenen Umgangs miteinander“, sagte der Betriebsratschef.

Ministerpräsident Oettinger hob die besondere Strahlkraft des Porsche-Museums hervor, die weit über die Landesgrenzen hinaus reiche: „Die Geschichte von Baden-Württemberg als Wiege des Automobilbaus ist eng verknüpft mit der Biografie des Konstrukteurs Ferdinand Porsche. Was in seiner Schaffenskraft ihren Ursprung hat und durch seinen Sohn Ferry fortgesetzt wurde, zeigt die einzigartige Sportwagensammlung, die der Öffentlichkeit erstmals in diesem Umfang präsentiert werden kann. Diese Ausstellung ist ein Spiegelbild schwäbischer Ingenieurskunst, mit der das Land Weltruf erworben hat.“

Oberbürgermeister Dr. Schuster urteilte nach einem Rundgang durch den Neubau am Porscheplatz: „In Zuffenhausen ist ein großer Wurf gelungen. Die Landeshauptstadt erhält mit dem neuen Porsche-Museum einen zusätzlichen magischen Anziehungspunkt für Automobilfreunde aus aller Welt. Gleichzeitig gewinnt die Region eine attraktive Adresse für vielseitige Veranstaltungen hinzu. Damit wird Stuttgart – für alle erlebbar – zu einer Weltstadt des Automobils.“

Das ganz in Weiß gehaltene Museum, dessen Ausstellungskörper auf nur drei Stützen ruht und deshalb wie ein Flieger zu schweben scheint, erregte wegen seiner kühnen Architektur bereits in der dreijährigen Bauphase Aufsehen in der Fachwelt. Roman Delugan vom Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects, dessen Entwurf im Januar 2005 aus einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen war, stellte von Anfang an den Museumsbesucher in den Mittelpunkt: „Die Architektur will nicht nur als Objekt gesehen werden, sondern auf Körper und Sinne des Menschen wirken. Der Kosmos Porsche wird durch dieses Museum für jeden erfahrbar.“

Das Ausstellungskonzept des Stuttgarter Museumsgestalters Professor HG Merz verzichtet bewusst auf eine inszenierte Erlebniswelt mit Showeffekten und lässt die Sportwagen für sich selbst sprechen. „Exponate dieser Güte brauchen keine aufwändige Verpackung“, betonte Professor Merz. „In Zuffenhausen stehen sie als Skulpturen in einer weißen Galerie. In dieser reduzierten Inszenierung kann der Besucher allein sein mit den Fahrzeugen und seinen ganz persönlichen Gefühlen.“

Porsche rechnet mit mindestens 200.000 Besuchern im Jahr. Bereits im bisherigen Museum auf dem Werksgelände, das gerade einmal Platz für 20 Exponate bot, wurden jährlich rund 80.000 Gäste gezählt. Insgesamt umfasst die historische Sammlung der Porsche AG eine Flotte von 400 Renn- und Sportwagen. Da nahezu alle Ausstellungsfahrzeuge noch an historischen Rennveranstaltungen teilnehmen, wechseln die im „Rollenden Museum“ präsentierten Raritäten ständig. Das macht vor allem den mehrmaligen Besuch für Stammgäste noch reizvoller.

Das neue Porsche-Museum ist vom 31. Januar an täglich, außer montags, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt (ermäßigt: vier Euro). Kinder bis zum Alter von 14 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

GO

Hinweis: Bildmaterial von der Einweihung des Porsche-Museums steht akkreditierten Journalisten auf der Porsche-Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de/ zur Verfügung.

28.01.2009