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Oktober - Dezember

Porsche Communication Management: Ausgezeichnete BedienerfreundlichkeitVDI-USEWARE-Preis 2008 für die Entwicklung des neuen PCM

Stuttgart. Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik hat der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, für die Entwicklung des neuen Porsche Communication Managements (PCM) den USEWARE-
Preis 2008 verliehen. Das PCM wurde als die zentrale Steuereinheit für alle Ausstattungen im Bereich Audio und Kommunikation entwickelt und kommt bereits im Cayenne und in der neuen 911-Generation zum Einsatz. Weitere Modellreihen werden folgen. Es zeichnet sich insbesondere durch seine einfache, schnelle und sichere Bedienung aus. Mit dem jährlich vergebenen Preis würdigt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) herausragende Entwicklungsmethoden für besonders nutzerfreundliche Systeme. Die Auszeichnung wurde anlässlich der VDI-Fachtagung USEWARE 2008 am 15. Oktober in Baden-Baden überreicht.

Hauptmerkmal der neuen PCM-Generation ist der Touchscreen. Er ermöglicht die Integration von Tasten wie dem Ziffernblock, der zuvor neben dem Bildschirm angeordnet war. Damit erzielten die Porsche-
Entwickler gleich mehrere Vorteile: Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Anzahl der Bedientasten auf insgesamt 16 halbiert. Durch den damit erzielten Platzgewinn konnte der Farbbildschirm von 5,8 auf 6,5 Zoll vergrößert werden. Die Steuerung über den Bedienmonitor ermöglicht überdies die schnelle, intuitive und bedarfsgerechte Kommunikation mit dem PCM. So reduziert dieser Touchscreen die Bedienzeiten um mindestens die Hälfte und verringert damit die mögliche Ablenkung vom Verkehrsgeschehen. Benötigte ein Nutzer mit dem herkömmlich Dreh-Drück-Steller beispielsweise 60 Sekunden für die Eingabe einer bestimmten Zieladresse, sind es jetzt nur noch 20 Sekunden.

Für die Menü-Führung wählten die Porsche-Entwickler eine logische und übersichtliche Darstellung. Die Grundlogik der Menüstruktur behielten sie bei, um Porsche-erfahrenen Kunden eine möglichst schnelle Orientierung zu ermöglichen. Fahrer oder Beifahrer finden die wichtigsten Funktionen in dem jeweiligen Hauptmenü. Eine ganze Reihe von eher selten genutzten Funktionen wurde in eine zweite Menü-Ebene verlagert. Noch einfacher und ablenkungsfreier wird die Bedienung des PCM mit der optionalen Sprachsteuerung. Diese ermöglicht mit Ganzworteingaben beispielsweise die Eingabe von Navigationszielen oder Telefonnummern in gesprochenen Dialogen.

Das PCM entstand in einem definierten Entwicklungsprozess, den die Porsche-Ingenieure bei allen Produkten anwenden, mit denen der Kunde unmittelbar in Berührung kommt. Dieser jetzt mit dem USEWARE 2008 Preis prämierte Prozess zeichnet sich vor allem durch seine konsequente Orientierung am Menschen und seine kurzen, präzisen Entscheidungswege aus. Die Porsche-Techniker im Bereich der elektronischen Bediensysteme sehen sich permanent mit der Herausforderung konfrontiert, Bediensysteme trotz steigender Funktionalität für die Benutzer zu vereinfachen. Mit aufwändigen Interviews und Tests wird zunächst das Verhalten der Nutzer analysiert und bewertet, um das Systemverhalten an ihre Erwartungen anzupassen. Ein Beispiel: Bei der Entwicklung der neuen PCM-
Generation untersuchten die Ingenieure, wie Porsche-Fahrer bisher im Navigationssystem Zieladressen eingaben. Dabei stellte sich heraus, dass 90 Prozent aller Nutzer anschließend manuell die Kartendarstellung wählten. Das neue PCM wechselt jetzt automatisch zur Kartendarstellung.

Useware-Engineering ist eine noch relativ junge Wissenschaft, die sich mit der nutzergerechten Analyse und Gestaltung von Bediensystemen befasst. Die kompromisslose Gebrauchstüchtigkeit ist freilich seit jeher eine Grundlage der Porsche-Entwicklung. Oft liegt der Ursprung dafür im Motorsport: Die möglichst leichte, einfache und schnelle Bedienung aller Funktionen ist unerlässliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Wettbewerbsfahrzeug. Dies war auch der Grund für die bis heute Porsche-typische Anordnung des Zündschlosses links von der Lenksäule: Beim ursprünglichen Le Mans-Start konnten die Fahrer einsteigen, mit der linken Hand den Motor starten und mit der rechten bereits den Gang einlegen.

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15.10.2008