Die Sattlerei war zunächst im Karosseriebaugebäude der Fa. Reutter untergebracht. Dort wurden für den Porsche 356 Vorder- und Hintersitze, Verdecke sowie Interieur-Verkleidungen gefertigt. Mit dem Auslaufen der Porsche 356 Baureihe wurde die Sitzfertigung an das Unternehmen Recaro abgegeben. Da mit dem Porsche 911 nunmehr ausschließlich Coupés gefertigt wurden, entfiel auch der Verdeckbau. 1969 wurde die Sattlerei in den neu erstellten Montagebau verlagert.
Seit dieser Zeit ist ein stetiger Zuwachs des Lederanteils bei den Verkleidungsteilen zu beobachten, der sich bis heute fortsetzt.
Die Kapazitätsausweitung der Fahrzeugmontage machte ein erneutes Ausweichen der Sattlerei in den Bau der Motorenmontage erforderlich. Nach 1982 wurden alle Sattlereibereiche räumlich zusammengefasst und im Gebäude des Hochregallagers angesiedelt.
Die Verdeckfertigung wurde für die 911 Cabrio und Targa Modelle wieder aufgenommen, jedoch mit der Einführung des Porsche Boxster im Jahr 1996 teilweise und mit dem neuen Porsche 911 im Jahr 1997 endgültig an ein gemeinsames Tochterunternehmen mit DaimlerChrysler ausgelagert.
Trotz zahlreicher technischer Innovationen wie dem Einsatz von Nähautomaten seit Ende der achtziger Jahre oder dem Aufsprühen von Klebstoff ist die Arbeit in der Sattlerei bis heute handwerklich geprägt. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der Mitarbeiter wider, die von ca. 60 Mitte der fünfziger Jahre auf heute 250 anstieg.