Die Motorenfertigung startete 1948 in Gmünd/Kärnten mit einem Vierzylinder-Boxermotor für den Porsche 356, einem weiterentwickelten VW Motor. Bereits kurz nach Rückkehr der Firma Porsche nach Stuttgart-Zuffenhausen im Jahr 1950 zog die Motorenfertigung im Jahr 1953 in einen eigens dafür errichteten Bau des Werks II um.
1963 begann mit der Einführung des Porsche 911 die Herstellung der ersten Version des neuen Sechszylinder-Boxer-Vergasermotors, erstmals auf einem Montageband. Mit der Ausweitung der Produktpalette (1974: Porsche Turbo, 1977: Porsche 928, 1978: Porsche 924 Turbo ...) ergab sich die Notwendigkeit nach einer parallelen Montagelinie. Technische Innovationen wie luftgesteuerte und elektrische Schraubsysteme trugen Schritt für Schritt zur Verbesserung der Produktionsprozesse bei.
1985 verzeichnete die Produktion einen Anstieg der Stückzahlen, ausgelöst von einer hohen Nachfrage nach den Modellen Porsche 924 S/944. Seitdem arbeitet die Motorenmontage – abgesehen von kurzen Unterbrechungen – im Zweischichtbetrieb.
Das Jahr 1993 markiert einen weiteren Meilenstein. Mit dem Produktionsstart des gründlich überarbeiteten 911 (Entwicklungsnummer 993) wurde die Motorenproduktion auf eine kontinuierlich laufende Montagelinie umgestellt.
Der Testlauf auf dem Motorenprüfstand (Heißtest) blieb ein über die Jahre unverändertes Merkmal der Motorenproduktion. Jeder bislang gebaute Porsche Motor hat dieses bewährte Prüfverfahren durchlaufen.